Aktuelles

14. März 2014

Humanistisches Bündnis gegen geplantes Suizidhilfeverbot

Das Bündnis stellt sich mit einer neuen Internetseite www.mein-ende-gehoert-mir.de vor.

Die Pressekonferenz am 13. März 2014 hat eine beachtliche Medienresonanz hervorgebracht: Pressespiegel mit Bildergalerie 

   Oliver KirpalTeilnehmer/innen der Pressekonferenz vom 12.3.2014 (v.l.n.r.): Johann-Albrecht Haupt (HU), Gita Neumann (HVD), Ingrid Matthäus-Maier, Elke Baezner (DGHS),Uwe-Christian Arnold (gbs)

Ausführlich hier (in Punkt 2):

http://www.patientenverfuegung.de/newsletter/2014-04-06

 

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10. März 2014

PV bei Demenz

 

Ethischer Konflikt zwischen (langftistig) werte- und (momentan) erlebnisbezogenen Interessen:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/156236/Patientenverfuegungen-bei-Demenz-Der-natuerliche-Wille-und-seine-ethische-Einordnung

Fallszenario:

 

>> Die 81-jährige Frau O. leidet seit vier Jahren an einer Alzheimer-Demenz. Inzwischen ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass sich die frühere Staatsanwältin kaum mehr sprachlich ausdrücken kann, bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens Hilfe benötigt und auch ihre engsten Angehörigen zumeist nicht mehr erkennt.

 

Frau O. lebt in einer Pflegeeinrichtung für Demenzkranke und wird dort liebevoll betreut. Sie wirkt nach übereinstimmender Einschätzung aller Pfleger und Besucher überwiegend glücklich und lebensfroh, sieht sich mit ihrer Bezugsschwester gerne alte Fotos an, freut sich an Musik und genießt es, Kuchen mit Sahne zu essen.

 

Als sie eines Tages wegen einer Pneumonie ins örtliche Krankenhaus eingewiesen wird, legt ihr Sohn als gesetzlicher Betreuer eine Patientenverfügung vor, in der die Patientin noch ein Jahr vor Ausbruch der Erkrankung schrieb: „Wenn ich auf Grund einer unheilbaren Hirnabbauerkrankung (z. B. Demenz) nicht mehr in der Lage bin, meine nächsten Angehörigen zu erkennen, lehne ich lebenserhaltende Therapiemaßnahmen jeder Art ab.“

 

Mit Verweis auf diese Verfügung lehnt der Sohn eine Antibiotikagabe als lebenserhaltende Maßnahme ab. Die ebenfalls als Betreuerin fungierende Tochter fordert jedoch eine antibiotische Therapie und begründet dies damit, dass ihre Mutter ja offensichtlich gerne lebe und leben wolle.

 

Soll Frau O. antibiotisch behandelt werden oder nicht? <<

Quelle:  www.aerzteblatt.de/1014

          

8. März 2014

Humanistisches Bündnis gegen Suizidhilfeverbot - Gesetz schon für Herbst vorgesehen

Aus aktuellem Anlass wurde ein Bündnis humanistischer Organisationen auf den Weg gebracht. Es richtet sich unter Federführung der Bundestagsabgeordenten a.D. Ingrid Matthäus-Mayer gegen das geplante neue Suizidhilfeverbotsgesetz. Zwischenzeitlich hat Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) erstmals einen konkreten Zeitplan dafür genannt. Danach soll es schon im Herbst verabschiedet werden.

 >> Mit dem Gesetz soll nicht nur die auf Gewinn ausgerichtete Beihilfe zum Suizid, sondern jegliche organisierte Form der Beihilfe zur Selbsttötung verboten werden.

... Der "Bild"-Zeitung sagte Kauder: "Wir streben in diesem Jahr ein Gesetz zum Verbot der organisierten kommerziellen Sterbehilfe an. Dazu wird es nach der Sommerpause eine Anhörung im Bundestag geben. … Die Abstimmung im Herbst soll vom Fraktionszwang freigestellt werden.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßte die Ankündigung. "Jährlich über 150 organisiert angebotene Selbsttötungsbegleitungen verlangen ein gesetzgeberisches Handeln", erklärte Vorstand Eugen Brysch. Es gebe kein Recht auf Tötung oder Selbsttötung. Brysch zeigte sich zuversichtlich, dass ein entsprechendes Gesetz eine Mehrheit finden werde. <<

Quelle:  http://www.rp-online.de/politik/deutschland/kauder-sterbehilfegesetz-kommt-im-herbst

Für das neue Verbotsgesetz haben sich die Kirchen, der Deutsche Hospiz- und Palliativverband sowie die Bundesärztekammer ausgesprochen. Dagegen hat sich nun das neue humanistische Bündnis formiert. Es richtet sich gegen einen geplanten Strafrechtsparagraphen zum Verbot organisierter (oder auch nur mehrfach von einem Arzt durchgeführter) Suizidhilfe. Diese war bisher straffrei und soll es nach dem Willen der vier wichtigsten humanistischen Organisationen auch bleiben.

Um endlich auch der Mehrheit der Bevölkerung in der Sterbehilfefrage eine außerparlamentarische Stimme zu verleihen, haben sich dazu zusammengeschlossen:

  • Humanistische Verband Deutschlands

  • Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben

  • Giordano-Bruno-Stiftung

  • Humanistische Union

Gespärchspartner für die Presse sind:

Ingrid Matthäus-Maier, Juristin, Koordinatorin (Mitglied in DGHS, Giordano-Bruno-Stiftung und HVD)
Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben e. V. (DGHS)
Gita Neumann, Psychologin und Ethikerin, Humanistischer Verband Deutschlands e.V.  (HVD)
Johann-Albrecht Haupt, Humanistische Union (HU)
Uwe-Christian Arnold, Arzt, Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs)

Sie werden am kommenden Mittwoch, dem 12. März, der Öffentlichkeit ein 10 Punkte umfassendes Positionspapier vorstellen. Dieses haben zudem bereits weitere Organisationen mitunterzeichnet.

Einladung zur Pressekonferenz am 12. März

 



 

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