Aktuelles

11. Januar 2016

Infodienst der Krankenkasse big-direkt zu Patientenverfügung

Nach der Aktion "Höchste Zeit" der Apothekenschau hat die

Bundesinnungskasse Gesundheit (big-direkt), eine Direktversicherung, diese Informationen für ihre Kunden zusammengestellt:

" Der medizinische Fortschritt ist gewaltig. Hilfe ist auch für schwerkranke Menschen möglich, Schmerzen können gelindert oder das Leben kann trotz schlimmer Krankheiten verlängert werden. Doch nicht jeder möchte das. Da jeder selbst entscheiden darf, welche Behandlung er zulässt, müssen sich Ärzte nach dem Willen der Patienten richten. Aber was passiert, wenn der Patient seinen Willen nicht äußern kann? Für solche Fälle ist die Patientenverfügung vorgesehen. Für wen eine Patientenverfügung sinnvoll ist und was alles hineingehört – das haben wir für Sie zusammengestellt."

Vorgesellt werden darin die Angebote der Bundeszentralstelle Patientenverfügung mit dem Hinweis auf die Siete www.patientenverfuegung.de

Beitrag siehe: big-direkt.de/services/infodienste/januar_patientenverfuegung

 

 

 

17. Dezember 2015

Palliativversorgung und Sterbehilfe - Bürger in Deutschland möchten frei entscheiden

Gütersloh, 16.12.2015. Der am 6. November 2015 gesetzlich beschlossene Ausbau palliativmedizinischer Versorgung in Deutschland ist im Sinne der Bundesbevölkerung. Jedoch kann sich anders als im Gesetz vereinbart eine Mehrheit der Deutschen vorstellen, alternativ ärztliche Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Dies ergab eine Umfrage im Gesundheitsmonitor 2015 der Bertelsmann Stiftung.

Mit Blick auf die möglichen Konsequenzen, Ärzten in bestimmten Fällen Hilfe bei der Selbsttötung zu gestatten, zeigt sich ein breites Vertrauen der Bevölkerung in die Ärzteschaft: 77 bzw. 66 Prozent glauben, dass ärztliche Suizidhilfe unnötiges Leid verringern könnte bzw. dass Ärzte bei einer solchen Regelung die Behandlung ihrer Patienten besser auf deren Werte abstimmen könnten. Zudem zeigt die Erfahrung aus anderen europäischen Ländern, dass sich mögliche Gefahren der ärztlichen Sterbehilfe – zum Beispiel Missbrauch der Regelung oder steigender gesellschaftlicher Druck auf Schwerkranke – bisher nicht bestätigt haben. Vielmehr scheinen dort liberale gesetzliche Regelungen zur ärztlichen Sterbehilfe neben einer gut ausgebauten Palliativversorgung bestehen zu können.

Fraglich ist, ob das schwammig formulierte strafrechtliche Verbot der „geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ die so wichtige Diskussion über das Sterben zwischen Arzt und Patient behindern könnte. Eine ausführliche Palliativversorgung in Deutschland entspräche den Präferenzen und Werthaltungen in Deutschland noch besser, wenn sie um einen klar definierten gesetzlichen und berufsrechtlichen Handlungsspielraum für Patienten und Ärzte bei der Sterbehilfe erweitert würde.


Quelle und weitere Informationen:
http://gesundheitsmonitor.de/aktuelles/ ... tscheiden/

Siehe auch den Newsletter des "Gesundheitsmonitors" der Bertelsmann Stiftung und BARMER GEK: http://gesundheitsmonitor.de/uploads/tx ... 15-web.pdf

 

 

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