Auch apallisches Syndrom genannt. Andauernder Ausfall der Großhirnrinde (Bewusstlosigkeit), häufig nach Sauerstoffunterversorgung bei notwendiger Wiederbelebung. Organfunktionen sind meist erhalten. Die internationale Abkürzung »PVS« steht für »Persistent Vegetative State«, also einen anhaltenden bzw. dauerhaften Status. Die Patienten in diesem Stadium können jahrelang am Leben erhalten werden. Typisch sind zyklisch geöffnete (dabei ins Leere blickende) Augen, d. h. ein Schlaf-Wach-Rhythmus, was umgangssprachlich zur irreführenden Bezeichnung Wachkoma geführt hat. Die Grenzen zum Minimalen Bewusstseinszustand (z. B. nach schwerem Schädel-Hirntrauma) sind fließend. Manche Experten fürchten, dass ein erheblicher Teil der Patienten mit PVS fehldiagnostiziert sein könnte. I. d. R. muss auch bei Rückkehr des Bewusstseins mit vielfältigen Behinderungen gerechnet werden. Ärztliche Empfehlungen zur Prognose entbehren nicht subjektiver Wertungen. Manche Ärzte sehen eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, nicht mehr aufzuwachen, nach frühestens 3 bis 6 Monaten oder allenfalls nach 12 Monaten (dann in noch ca. 1–2 % der Fälle) oder sogar erst nach Jahren als gegeben an. Andere schlagen den Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen bereits nach 72 Stunden vor, sofern bei Bewusstlosigkeit dann keine Zeichen wie Pupillenreaktion, Schmerz- und Lidschlussreflex mehr festzustellbar sind.