Kostenlose Formulare (auch zur Patientenverfügung)

Einfach und schnell: Vollmacht online ausfüllen

Von einem Tag auf den anderen oder auch schleichend kann sie verloren gehen: Die Fähigkeit zur Lebensführung. Wenn diese erst in der Hand anderer – fremder – Menschen liegt, ist es oft schwer, den eigenen Bedürfnissen und Wünschen Geltung zu verschaffen.

Die meisten Bürger/innen gehen von einer falschen Annahme aus: Nämlich dass Familienangehörige für sie automatisch eine gesundheitliche Entscheidung treffen oder eine Unterschrift leisten könnten, wenn der Betreffende das – vielleicht nur vorübergehend – nicht mehr kann.

Das stimmt nicht! Auch Kinder und Ehegatten müssten dazu vorher mit einer (Vorsorge-)Vollmacht legitimiert worden sein. Sonst muss sich zwangsläufig das Betreuungsgericht einschalten. Deshalb sollte eigentlich jeder Erwachsene eine (hier: immaterielle) Vorsorge getroffen haben.

Zwei sich ergänzende(Vorsorge-)Vollmachten zum Herunterladengelten zusammen für alle Angelegenheiten (hier online ausfüllbar)

Hinweis: Wenn Sie eine Patientenverfügung – siehe unten – anfertigen lassen, ist in den Dokumenten, die Sie dann per Post erhalten, alles komplett inbegriffen. Ein Ausdruck der  (Vorsorge-)Vollmachten für gesund­heitliche und rechtsgeschäftliche Angelegenheiten ist dann nicht erforderlich.

Warum eine zusätzliche Patientenverfügung (PV) gebraucht wird

Die Festlegung des "WER" in einer Gesundheitsvollmacht (wer soll später meinen Willen zur Geltung bringen?) erfordert einen zweiten Schritt, nämlich das "WIE" in einer Patientenverfügung (wie lautet überhaupt mein Patientenwille in kritischen Situationen?). Der oder die Bevollmächtigte hat Ihren Willen gesetzlich zur Geltung zu bringen – doch dieser muss in irgendeiner Form bekannt gemacht worden sein. Das Sterben zuzulassen, ist ohne Patienten­verfügung eine schwere Entscheidung. Wenn nicht zumindest eine einfache Standard-Patientenverfügung (s. u.) vorliegt, kann ein ungewolltes, langes "Dahinsiechen" drohen. Trotz Vollmacht können Angehörige dann der eigenen Mutter oder Ehefrau, dem Vater oder Mann in einer  quälenden Situation nicht dazu verhelfen, dass lebensverlängerndeMaßnahmen unterlassen werden.

Tragische Schicksale mahnen

Besonders tragisch sind die Schicksale dieser beiden Pflegeheim­bewohner­innen ohne Patientenverfügung, die nicht sterben durften. Sie wurden gegen den verzweifelten Widerstand ihrer Angehörigen jahrelang künstlich ernährt.
 

 Leben an einem Schlauch

Pflegeheimbewohnerin Erika Küllmer (77): Jahrelanges bewusstloses Leben am Ernährungsschlauch, amputierter linker Arm, gezogene Zähne. Es kann ohne eine Patientenverfügung in Konfliktfällen sogar zu Strafverfahren kommen, wie es Elke G., der Tochter von Erika Küllmer, ergangen ist.

Caritas-Pflegeheim lässt Wachkomapatientin lebend mumifizieren


Ein anderer erschütternder Fall, in dem erst nach langen juristischen Auseinandersetzungen ein Sterben-Lassen möglich wurde (Foto: Boris Forstner).

 

 

Es kann sogar die berufliche Existenz von Ärzten gefährdet sein, wenn sie den gewünschten Behandlungsverzicht nicht durch eine Patientenverfügung legitimieren können siehe Fall hier.

Es gibt heute kaum mehr ein natürliches Sterben

Der medizinische Fortschritt bringt es mit sich: Krankheiten und Gehirnverletzungen, die vor wenigen Jahrzehnten tödlich endete, sind heute behandelbar. Das hört sich zunächst gut an.

Doch es gibt eine Kehrseite: Langandauerndes, chronisches Leiden ohne Aussicht auf Heilung, intensivmedizinisch verlängerbares Sterben, dauerhafte Bewusstlosigkeit.

Ohne Patientenverfügung lasten Sie Ihrem Gesundheits­bevoll­mächtigten ggf. eine schwere Bürde auf.

 

STANDARD-Patientenverfügung:

ZWEITBESTE Lösung einer PV

(noch anspruchsvoller: OPTIMALE Patientenverfügung s. u.)

          oder

  • online ausfüllen und abschicken - dann wird eine aktuelle Standard-PV für Sie angefertigt. Sie erhalten unterschriftsreif das unten abgebildete Dokument per Post (zweifach inkl. Vollmachten, Beratung ist auf Wunsch inbegriffen). Dafür erbetene Gebühr inkl. Porto: nur 36 Euro (wenn nicht online übermittelt 50 €).

 

Patientenverfügung

 

OPTIMALE Patientenverfügung:

ERSTE Wahl (anspruchsvollste Lösung)

Immer mehr Menschen möchten darüberhinaus ihre individuellen Vorstellungen von Würde und Lebensqualität berücksichtigt wissen – dazu eignet sich keine Standard-Lösung. Als individuelle Lösung für höhere Ansprüche empfielt sich eine OPTIMALE Patientenverfügung, die qualifiziert für Sie persönlich angefertigt wird (gemäß Gesetzeslage seit 01.09.2009). Die Gebühren für die Anfertigung betragen zwischen 60 und 120 Euro (jeweils zweifache Ausführung inkl. Vollmachten, Beratung ist auf Wunsch inbegriffen).

Wir senden Ihnen gern per Post erwünschte PV-Materialien zu (Mappe zum OPTIMAL-Modell und/oder Kompaktbroschüre mit STANDARD-Modell), jeweils mit Vollmachten. Verwenden Sie bitte nur dieses Bestellformular. Eine Zusendung an Vorsorge-Interessenten ist sonst leider nicht möglich.

 

 

 

Sie können dann zusätzlich bei der Bundeszentralstelle Patientenverfügung in Berlin einen Antrag auf Patientenschutz mit individuellen Notfallpass beantragen (zusammengefaltet in Ausweisformat).

Mehr zum Notfallpass

 

 

 


 

 

Was Sie sonst tun können ...

Ihre Fragen:

  • Wenn ich für schwere medizinische Entscheidungen niemanden habe, der als Bevollmächtigter später meinen Willen zur Geltung bringen könnte?Antwort: Sie können in diesem Fall eine möglichst präzise Patienten­verfügung abfassen, die für sich spricht und an die sich auch ein später bestellter Betreuer zu halten hat. Hier Hilfe zu einer Optimalen Patienten­verfügung. Wenn Angehörige fehlen, ist es umso wichtiger dafür Sorge zu tragen, dass diese Vorsorge auch zur Kenntnis gelangt. Sie können eine Hinterlegung Ihrer Patienten­verfügung vornehmen und darüberhinaus den Patientenschutz der Bundeszentralstelle Patienten­verfügung mit Notfallpass in Anspruch nehmen.
  • Wenn ich zur Regelung meiner finanziellen und rechtsgeschäftlichen Angelegenheiten niemanden habe? Antwort: Sie können in diesem Fall – ergänzend zur Patienten­verfügung – eine Betreuungsverfügung abfassen. Die Regelung Ihrer finanziellen Angelegenheiten, wenn Sie selbst nicht mehr dazu in der Lage sind, untersteht dann der Kontrolle eines Amtsgerichtes (heute: Betreuungsgericht, früher Vormundschafts­gericht genannt).
  • Wenn jemand nicht mehr geschäftsfähig ist, ggf. aber noch einsichtfähig hinsichtlich einfacher Entscheidungen, die den eigenen Körper betreffen?Antwort: Eine Vollmacht kommt dann nicht mehr in Frage. Wohl aber eine Betreuungs­verfügung. Ggf. kann mit dem Patienten auch noch eine einfache Standard-Patienten­verfügung zum Ankreuzen erstellt werden, soweit der Betroffene selbst Inhalt, Sinn und Folgen noch abschätzen kann. Wenn auch die Einsichtsfähigkeit verloren ist, kommt nur noch das Planungs­instrument eines Ermittlungsbogen oder eines Notfallbogens in Frage.