Info-Datenbank

Atemnot, quälende

Schwere Atemstörung; teils mit Erstickungsangst verbundene, subjektiv sehr belastende Empfindung, vermehrt Atemtätigkeit leisten zu müssen. Oft ist nicht Sauerstoffmangel die Ursache, sondern der zentral gesteuerte Atemantrieb wird durch vermehrtes CO2 im arteriellen Blut verstärkt. Zur Dämpfung steht als medikamentöse Therapie schnell wirkendes Morphin an vorderster Stelle: Die Empfindung, Atem holen zu müssen, wird dadruch nicht […]

Sepsis

Auch Blutvergiftung genannt. Allgemeininfektion über die Blutbahn durch einen zunächst örtlich begrenzten Krankheitsherd (Auslöser: Keime aller Art, Bakterien, Pilze, Viren). V. a. bei geschwächten Patienten können dann Giftstoffe in kurzer Zeit den ganzen Körper überschwemmen und zu “Multiorganversagen” führen. Die Lebensbedrohung wird meist unterschätzt, dabei handelt es sich bei Sepsis um die dritthäufigste Todesursache. Die Anfangssymptome […]

Amputation

Kunstgerechtes “Abtrennen” eines Körperteils an der durch die Erkrankung (z. B. Sepsis) bestimmten Stelle. Oft sind bei Altersdiabetes (“Zucker”) Wundinfektionen oder Durchblutungsstörungen Anlass für eine Fuß- oder auch Beinamputation.

Morphin

Gewonnen aus Opium, Oberbegriff auch Opioide. Indikation für den medizinischen Einsatz sind stärkste Schmerzen, die durch weniger wirksame Schmerzmittel nicht mehr gelindert werden können. Beispiel hierfür sind Tumorschmerzen bei Krebserkrankungen. Auch bei akuten Schmerzen durch Unfälle oder Herzinfarkt sowie qualvoll empfundenen Erstickungssymptomen sind Morphin und verwandte Substanzen Mittel der Wahl. Weniger wirksam ist Morphin bei […]

Beatmung, maschinelle bzw. künstliche

Ersatz oder Unterstützung der Atemtätigkeit, vorübergehend oder dauerhaft (auch im Koma) durch ein Beatmungsgerät, d.h. maschinell, mit unterschiedlichen Techniken und Vorgaben (Luftvolumen oder Druck betreffend). Erfolgt invasiv mittels Beatmungsschlauch (Tubus). Dieser wird gelegt über ein Tracheostoma (Öffnung nach Luftrährenschnitt, Folge: Unfähigkeit zm Sprechen, welches aber mit Kanüle erlernt werden kann) oder über den Mund (Folge: […]

Betreuungsfall

Wenn jemand seine Angelegenheiten (ganz oder teilweise) nicht mehr selbst regeln kann. Ein sogenannter Betreuer wird dann für bestimmte Aufgabenbereiche gerichtlich eingesetzt. Um dies zu vermeiden, kann eine (Vorsorge-)Vollmacht Voraussetzung: Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers für eine Vertrauensperson ausgestellt werden. Diese kann verschiedene Angelegenheiten (z. B. gesundheitliche oder finanzielle) abdecken.

Alzheimer Erkrankung

Fortschreitender Gehirngewebeschwund, Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, Form der Demenz, die zu Gedächtnisstörung, Orientierungs- und Ratlosigkeit führt, später zu Affektstörungen, Inkontinenz (=unwillkürlicher Abgang von Stuhl und Harn), Nicht-Mehr-Erkennen von Angehörigen, Persönlichkeitszerfall. Im »Endstadium« ist auch eine natürliche Nahrungsaufnahme i. d. R. nicht mehr möglich.

Qualität von Beratung und bestehender Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung mag von einem Notar, oft im Rahmen einer General- oder Vorsorgevollmacht, „formal-juristisch”  korrekt abgefasst sein. Ein Arzt mag kompetent über Krankheitsverläufe informieren und auch das voll Vertrauen seines Patienten genießen. Doch hat dieser dann am Ende auch eine Patientenverfügung, die optimal die Chancen nutzt oder zumindest den Ansprüchen genügt, die das seit 1. […]

Rechtliche Betreuung / Betreuungsgesetz / Formular Betreuungsverfügung

Die rechtliche Betreuung, wenn jemand seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, ist heute keine Entmündigung mehr. Trotzdem handelt es sich immer auch um einen Eingriff in die Rechte des Betroffenen. Eine Betreuungsverfügung ist (nur dann!) sinnvoll, wenn es keine Person des Vertrauens gibt, der Sie eine (Vorsorge-)Vollmacht erteilen wollen bzw. können. oder wenn es zweckmäßig […]

Für den Betreuungsfall : Zwei einander ergänzende Vorsorgevollmachten

Wer soll für mich Regel­­ungen treffen und notwendige Unterschriften leisten, wenn ich etwa vorübergehend nicht geschäftsfähig oder dauerhaft nicht mehr einsichtsfähig wäre? Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, muss und wird das Amtsgericht für eine hilflos gewordene Person einen Betreuer bzw. eine Betreuerin einsetzen (früher: Vormund oder auch Gebrechlich­keits­pfleger genannt). Dafür wird zwar in der Regel ein […]

Von der Pionierleistung bis heute

Der Humanistische Verband hat vor knapp zwei Jahrzehnten das Fragebogenmodell zu einer individuell abgefassten Patientenverfügung entwickelt. Dies geschah im Rahmen seiner hospizlichen Sterbebegleitungs-Praxis. Die wenigen, die sich damals überhaupt mit dem vorsorglichen Patientenwillen befaßten, boten pauschale – damals noch sogenannte – Patiententestamente an. Die Situation Ende der 1980er Jahre die Bundesärztekammer wehrte sich noch gegen […]

Aufgaben im Bereich Patientenverfügung

  Wir erfüllen konkrete Aufgaben auf verschiedenen Ebenen:   auf einer persönlichen Ebene, indem wir Menschen vorsorglich beraten, ihre Interessen bei Einwilligungsunfähigkeit wahrnehmen und auch ihre Angehörigen in Krisensituationen unterstützen auf einer strukturellen Ebene, indem wir behandelnden Ärzte, Pflege-Mitarbeiterinnen und rechtliche Betreuer einbeziehen Die Bundesbeauftragte des HVD Gita Neumann in Vorbereitung einer Podiumsdiskussion  2010 mit […]

Historie Zentralstelle Patientenverfügung

In Berlin-Mitte, direkt am U-Bahnhof Märkisches Museum, im 4. OG des Max-Taut-Hauses (rollstuhlgerecht bzw. barrierefrei) befindet sich die Zentralstelle Patientenverfügung. Gemeinnütziger Träger ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg KdöR. Es handelt sich um die erste Hinterlegungs- und bundesweit tätige Patientenverfügung-Beratungsstelle in Deutschland, sie wurde 1993 gegründet. Es ist kein Zufall, dass der Humanistische Verband […]

Wissenswertes: Mögliche Probleme – Lösungen – Gesetzliche Regelung – Verbreitung

Viele Menschen treibt die Sorge um, am Lebensende einmal hilflos an "Apparaten angeschlossen" zu sein, ohne Aussicht auf ein für sie noch lebenswertes Weiterleben. Doch mit einem (solchen) einfachen Satz, vielleicht einmal mündlich geäußert, ist es nicht getan.   Definition einer Patientenverfügung (Patientenverfügung)  Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um eine vorsorgliche Willenserklärung für den […]

Hinterlegung und Notfallpass (bei Mitgliedschaft)

Als (Förder-) Mitglied des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR oder Mitglied eines kooperierenden Landesverbandes bieten wir Ihnen eine Hinterlegung an. Dabei können Sie ein Original Ihrer Patientenverfügung zusammen mit einer Gesundheitsvollmacht in der Zentralstelle Patientenverfügung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR hinterlegen. Ihre Originale werden zentral verwahrt und sind jederzeit abrufbar, dies gewährleistet unser Bereitschaftsdienst. Zusätzlich erhalten Sie einen […]