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Aktuelle Newsletter-Beiträge

Nach Kippen des § 217 – keine Änderungen in der Praxis?
von

Für suizidwillige Patient_innen hat sich in Bezug auf ihre Ärzt_innen zunächst so gut wie nichts getan. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) präsentierte einen Gesetzentwurf mit konkreten Neuregelungen, welche die Patientenautonomie hervorheben und in der Praxis durchsetzen sollen. Darüber und über einen Gegenentwurf von vier Hochschulprofessoren wird es im August jeweils ein öffentlich zu...

Freitodbegleitung im Pflegeheim erstmals offiziell durch Verein
von

Seit gut einem Vierteljahr kann geschäftsmäßige Suizidassistenz durch Organisationen wie den Verein Sterbehilfe legal durchgeführt werden – so jetzt erstmalig in einem Pflegeheim mit Duldung der Leitung. Einige Marktführer unter den Pflegeheimbetreibern scheinen das neue Selbstbestimmungsrecht der Bewohner_innen grundsätzlich respektieren zu wollen. Empörte Sterbehilfe-Gegner_innen formieren sich...

Patientenverfügung bei Corona – jetzt überprüfen, ergänzen, erstellen lassen?
von

Viele Menschen sind verunsichert, was die Epidemie für ihre Patientenverfügung bedeutet. Manche befürchten, dass ihre Vorsorge zu unbestimmt und unzureichend ist, andere wiederum, dass sie vielleicht Nachteile mit sich bringen könnte bei verknappten intensivmedizinischen Kapazitäten. Im Zentrum einer schweren COVID-19-Erkrankung steht die Frage der künstlichen Beatmung, wobei verschiedene Optionen...

Künstliche Beatmung und Corona: Fakten, Formen, Folgen
von

Dass der medizinische Umgang mit Luftnot und verschiedene Verfahren zur Beatmung von Fachgesellschaften teils unterschiedlich eingeschätzt werden, ist für Laien nur sehr schwer nachvollziehbar. Doch ist eine grundsätzliche Aufklärung darüber nötig, um Vorsorgeinstrumente für eine plötzlich eintretende Corona-bedingte Lungenentzündung richtig zu nutzen. Denn in einem solchen Notfall müssen unmittel...

Lebensschutz für COVID-19-Schwerstkranke und Risikopatient*innen über alles?
von

In der Debatte um schrittweise zu lockernde Zwangs- und Notmaßnahmen in der Corona-Krise werden zunehmend Prioritäten hinterfragt und Grundrechte wieder eingefordert. Dazu gehört neben der verfassungsrechtlich unantastbaren Menschenwürde die Patientenautonomie, zwischen maximaler Intensiv- und lindernder Palliativmedizin selbst wählen zu dürfen. Im Vergleich mit vielen anderen Ländern, in denen et...

Karlsruhe urteilt – was kommt danach ?
von

Ob und wie weit die Hilfe zur Selbsttötung, entsprechend dem Zustand vor dem Verbotsgesetz von 2015, wieder erlaubt werden soll? Darüber entscheidet am 26. Februar das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe. Die öffentlichen und interne Reflexionen über die Bedeutung des Urteils und was danach kommt, sind im vollen Gange. Der vor gut vier Jahren eingeführte Paragraf […]

Gesellschaft für Palliativmedizin mit fragwürdigen Stellungnahmen
von

Gegen den § 217 im Strafgesetzbuch (StGB) zum Verbot der Förderung einer Selbsttötung hatten auch Palliativmediziner Verfassungsbeschwerden eingelegt. Doch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) diskreditierte diese als überflüssig und unterstützte damit die Beibehaltung des Gesetzes. Die beiden renommierten Palliativprofessoren R. Jox und G.D. Borasio haben eine besondere Stellungna...

Palliativprofessoren beklagen in ärztlichen Publikationsorganen Einseitigkeit gegen Suizidhilfe
von

Anmerkung der Redaktion des Newsletter Patientenverfügung: Die nachfolgende Replik der Palliativprofessoren Dr. Gian Domenico Borasio und Dr. Dr. Ralf J. Jox kann nicht ohne Hintergrundinformation verstanden werden. Wir bitten deshalb, zunächst hier den Beitrag „Gesellschaft für Palliativmedizin mit fragwürdigen Stellungsnahmen” zur Kenntnis zu nehmen. Die kritischen Anmerkungen von Borasio...

Wie helfen,­ wenn jemand ­eher sterben möchte?
von

Der 2015 eingeführte „Suizidhilfeverhinderungs-Paragraf“ 217 StGB (Strafgesetzbuch) dürfte bald keinen Bestand mehr haben. Dann wären ohne diese Kriminalisierung wieder verschiedene humanistische und ärztliche Angebote zur Suizidhilfe, – beratung und begleitung möglich. Doch welche Auflagen könnte das Bundesverfassungsgericht damit verbinden und wem soll geholfen werden dürfen? Wie aus dem B...

Patientenklage­ zum Erhalt­ eines tödlichen­ Betäubungsmittels
von

Geklagt hatte unter anderem der an MS (Multiple Sklerose) erkrankte und inzwischen vollständig gelähmte Harald Mayer (49). Ihm sollte das tödlich wirkende Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital von einem Bundesinstitut, welches Gesundheitsminister Jens Spahn untersteht, versagt bleiben. Dabei hatte das Leipziger Bundesverwaltungsgericht im März 2017 die Erlaubnis in extremen Ausnahmefällen für rec...