Patientenverfügung, Humanes Sterben, Vorsorge-Vollmacht – für jeden ab 18

Das Team der gemein­nützigen Bundes­zentral­stelle Patientenverfügung heißt Sie herzlich willkommen! Viele Ärzt/innen sowie Fachgesellschaften und Ratgeber empfehlen, sich von uns eine passgenaue Patientenverfügung erstellen zu lassen. Das ist eine vorsorgliche Willenserklärung einer volljährigen Person. Sie gilt verbindlich für den Fall späterer Willensunfähigkeit: D.h. für den Fall, wenn Sie sich nicht mehr zu der Frage äußern könnten, ob lebensverlängernde Maßnahmen weitergeführt, zeitlich begrenzt oder ganz unterlassen werden sollen. Dass sich jemand um seine Belange nicht mehr selbst zu kümmern vermag, kann dauerhaft sein wie z. B. bei einer Alzheimer Erkrankung oder auch nur vorüber­gehend z. B. nach einer Gehirnschädigung durch Sportverletzung oder Schlaganfall.

Jeder ab 18 Jahren kann betroffen sein - ganz egal ob eine schwere Vorerkrankung vorliegt oder jemand kerngesund ist.

Zwei Grundmodelle sind empfehlenswert

Eine  S T A N D A R D - Patientenverfügung (S-PV) können Sie sich hier inklusive Vollmachten für nur 36 Euro online erstellen lassen. Sie besteht aus Textbausteinen mit einigen Wahl- und Ergänzungsmöglichkeiten (angelehnt an die Vorschläge des Bundesjustizministeriums). Die Zusendung Ihrer unterschriftsreifen Dokumente erfolgt dann mit der Gebührenrechnung per Post.

Das  O P T I M A L - MODELL einer maßgeschneiderten Patientenverfügung (O-PV) entspricht noch höheren Ansprüchen. Es ist individueller, differenzierter und damit tauglicher in der späteren medizinischen Entscheidungssituation. Dazu können Sie sich hier den zugrundeliegenden O-PV-Fragebogen  ausdrucken. Zu beachten: Die angegebenen Gebühren (siehe auch unten) gelten nur noch bis Mitte Mai 2016 - das Formular wird dann ausgetauscht.

 

Unsere Kompetenz und Praxiserfahrung – Ihre Sicherheit

Gita Neumann, Leiterin des Bereichs Patientenverfügung des Humanistischen Verbandes

Wir stellen kostenfrei  Formulare zum Downsload und zum online Ausfüllen zur Verfügung (siehe am Ende dieser Seite). Darüberhinaus erstellen wir für Sie eine unterschriftsreife Patientenverfügung. Unsere Einrichtung wurde 1993 in Berlin vom Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) gegründet. Wir sind gemeinnützig und arbeiten nicht gewinnorientiert, müssen aber selbstverständlich Leistungen für unsere hochqualifizierten, festangestellten Mitarbeiter/innen  refinanzieren. Die dazu erbetenen Bearbeitungs­gebühren sind erst zu entrichten, nachdem Sie Ihre unterschriftsreifen Dokumente per Post erhalten haben.

Als Beauftragte des HVD hat Gita Neumann – siehe Foto links– in einem Gremium des Bundesministerium der Justiz vorbereitend am Patienten­verfügungs-Gesetz mitgewirkt. Die Leitung hatte Bundesrichter a. D. Klaus Kutzer (siehe unten Foto mit seiner Empfehlung).


 

Vergleich der beiden zu empfehlenden Modelle einer Patientenverfügung (PV):

O P T I M A L - MODELL

  • Eine OPTIMALE Patienten­verfügung (O-PV) ist besonders aussagekräftig und deshalb in der klinischen Praxis sehr bewährt. Dazu wird ein in Papierform auszufüllender OPV-Fragebogen ausgewertet. Telefonische und/oder persönliche Beratungs­gespräche sind inbegriffen, die reguläre Gebühr beträgt z. Z. (alles inkl.) 120 Euro - ab Mitte Mai 2016 (s.o.) 140 Euro mit einigen qualitativen Veränderungen. Dieses "Optimal-Modell" ist in der Reichweite unbeschränkt und gilt prinzipiell für alle Situationen von Einwilligungs­unfähigkeit – so wie es das PV-Gesetz von 2009 als Möglichkeit vorsieht. Grundlage sind die von Ihnen erfragten persönlichen Vorstellungen über Lebens­qualität und humanes Sterben sowie mögliche Abwägungen und Differenzierungen (ggf. auf Grund eines konkreten Krankheitsbildes). Es gibt dazu eine Option "Je nach Situation" (z. B. je nach Besserungs­aussicht oder Schweregrad des Leidens). Es ist ebenso möglich, einzelne Behandlungen absolut abzulehnen (Option "Nein ...") oder einzufordern (Option "Ja ..."). Unsere Beratung zum Ausfüllen des OPV-Fragebogens kann auch telefonisch erfolgen.

oder


 

Klaus Kutzer

 
Bundessrichter a. D. Klaus Kutzer – siehe Foto – begrüßt die Weiter­entwicklung der Textbausteine des Bundes­justiz­ministeriums im STANDARD-PV-Modell der Bundeszentralstelle PV und "die neueren leicht verständlichen und überzeugenden Ausarbeitungen". Diese dienen einer Verbreitung von hochwertigen Patientenverfügungen für möglichst viele Menschen.

S T A N D A R D - MODELL

  • Eine STANDARD-Patientenverfügung (S-PV) ist regulär zu einer Gebühr (sogar bei noch möglicher Ermäßigung) von nur 36 € hier online ausfüllbar und bestellbar . Wenn nicht online übermittelt, beträgt die Gebühr für die Erstellung regulär 50 €. Dabei sind Text­bausteine zugrundegelegt, die eine AG unter Leitung von Bundesrichter a. D. Klaus Kutzer (siehe Foto) 2004 für das Bundesjustizministerium erarbeitet hatte (im Konsens mit Kirchen, Hospizbewegung und Palliativmedizin). Das Modell wurde zwar inzwischen erweitert, es beschränkt sich jedoch weiterhin im Wesentlichen auf "aussichtslose" Standard-Situationen wie Sterbeprozess und unwiederbringlichen Verlust der Bewusstseinsfähigkeit. Nicht enthalten sind hier konkrete Abwägungen "je nach Situation" (z. B. je nach  Besserungsaussicht, Schweregrad des Leidens oder der Pflegebedürftigkeit). Auch fehlen persönliche Wert­vor­stellungen zu Lebensqualität und Sterbehilfe. Diese müssten im STANDARD-Modell auf einem Zusatzblatt ergänzt werden (anders als im o. g. OPTIMAL-Modell, wo sie bei der professionellen Erstellung Ihrer PV bereits inbegriffen sind).
 
Wir senden Ihnen gern erwünschte PV-Materialien zu (Mappe für ein OPTIMAL-Modell und/oder Broschüre mit STANDARD-Modell), jeweils mit Vollmachten. Verwenden Sie bitte  dieses Bestellformular. Eine Zusendung an Vorsorge-Interessenten ist sonst leider nicht möglich.
Zum Erhalt von Materialien sowie zur Beratung können sich auch an regionale Ansprechpartner wenden.

 

Kostenlos für alle: (Ankreuz-)Formulare

Hier kostenlos zum Herunterladen von Vorsorge-Vollmachten und anderen Formularen, wie das Ankreuzformular einer einfachen Standard-PV - wobei das Erstellen (-Lassen)  eines Fleißtextes ohne Steichungen und Ankeuzungen allerdings unbedingt vorzuziehen ist).

Eine Übersicht auch mit Angeboten anderer Anbieter (z. B. der beiden Kirchen) finden Sie hier in der Vergleichstabelle.