Patientenverfügung, Humanes Sterben, Vorsorge-Vollmacht – für jeden ab 18

Gern unterstützen wir Sie dabei, die für Sie passende Vorsorgeregelung auszuwählen und zu treffen. Dann können wir auch unterschriftsreife Dokumente auf gemeinnütziger Basis für Sie erstellen - so einfach und preiswert wie möglich. Aber auch so sicher, qualifiziert und aufwändig wie nötig, wenn Sie höhere Ansprüche haben. Profitieren Sie von der über 20jährigen Praxiserfahrung und multiprofessionellen Qualifikation unseres Teams der Bundeszentralstelle Patientenverfügung!

Viele Ärzt/innen sowie Fachgesellschaften und Ratgeber empfehlen, sich von uns eine passgenaue Patientenverfügung erstellen zu lassen. Sie gilt für den Fall, dass Sie sich selbst nicht mehr dazu äußern können, ob lebensverlängernde Maßnahmen weitergeführt, zeitlich begrenzt oder ganz unterlassen werden sollen. D.h. es geht um spätere Willensunfähigkeit. Diese kann dauerhaft sein wie z. B. bei einer Alzheimer Erkrankung oder auch nur vorüber­gehend z. B. nach einer Gehirnschädigung durch Sportverletzung oder Schlaganfall.

Jeder ab 18 Jahren kann betroffen sein - ganz egal ob eine schwere Vorerkrankung vorliegt oder jemand kerngesund ist.

Zwei Grundmodelle sind empfehlenswert

Eine  S T A N D A R D - Patientenverfügung (S-PV) können Sie sich hier inklusive Vollmachten (!) für regulär nur 36 Euro online erstellen lassen. Eine Ermäßigung kann für finanziell schwächere Vorsorgewillige eingeräumt werden. Das S-PV-Modell ist mit einigen Wahl- und Ergänzungsmöglichkeiten an die allgemeinen Vorschläge des Bundesjustizministeriums angelehnt.

Das  O P T I M A L - MODELL entspricht noch höheren Ansprüchen: Diese maßgeschneiderte Patientenverfügung (O-PV) ist individueller, differenzierter und damit praxistauglicher: Sie gilt in der späteren medizinischen Entscheidungssituation unmittelbar verbindlich - auch wenn kein Bevollmächtigter vor Ort sein sollte. Dazu können Sie sich hier den zugrundeliegenden O-PV-Fragebogen  mit den Gebührenangaben zwischen 70 bis regulär 140 Euro ausdrucken.

Ihre unterschriftsreifen Dokumente werden dann per Post zusammen mit der Gebührenrechnung zugesandt

Unsere Kompetenz und Praxiserfahrung – Ihre Sicherheit

Gita Neumann, Leiterin des Bereichs Patientenverfügung des Humanistischen Verbandes

Unsere Einrichtung wurde 1993 vom Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) in Berlin gegründet. Wir stellen auch völlig kostenfrei Vorlagen zum Download und zum online Ausfüllen zur Verfügung (siehe "Vollmachten und Formulare"). Wir sind gemeinnützig und arbeiten nicht gewinnorientiert, müssen aber selbstverständlich Leistungen für unsere hochqualifizierten, festangestellten Mitarbeiter/innen refinanzieren. Die dazu erbetenen Bearbeitungs­gebühren sind erst zu entrichten, nachdem Sie Ihre unterschriftsreifen Dokumente in den Händen halten.

Als Beauftragte des HVD hat Gita Neumann – siehe Foto links– in einem Gremium des Bundesministerium der Justiz vorbereitend am Patienten­verfügungs-Gesetz mitgewirkt. Die Leitung hatte Bundesrichter a. D. Klaus Kutzer (siehe unten Foto mit seiner Empfehlung).


 

Vergleich der beiden zu empfehlenden Modelle einer Patientenverfügung (PV):

O P T I M A L - MODELL

  • Eine OPTIMALE Patienten­verfügung (O-PV) ist besonders aussagekräftig und deshalb in der klinischen Praxis sehr bewährt. Dazu wird ein in Papierform auszufüllender OPV-Fragebogen ausgewertet. Telefonische und/oder persönliche Beratungs­gespräche sind inbegriffen. Dieses "Optimal-Modell" ist in der Reichweite unbeschränkt und gilt prinzipiell für alle Situationen von Einwilligungs­unfähigkeit – so wie es das PV-Gesetz von 2009 als Möglichkeit vorsieht. Grundlage sind die von Ihnen erfragten persönlichen Vorstellungen über Lebens­qualität und humanes Sterben sowie mögliche Abwägungen und Differenzierungen (ggf. auf Grund eines konkreten Krankheitsbildes). Es gibt dazu eine Option "Je nach Situation" (z. B. je nach Besserungs­aussicht oder Schweregrad des Leidens). Es ist ebenso möglich, einzelne Behandlungen absolut abzulehnen (Option "Nein ...") oder einzufordern (Option "Ja ..."). Unsere Beratung zum Ausfüllen des OPV-Fragebogens kann auch telefonisch erfolgen.

oder


 

Klaus Kutzer

 
Bundessrichter a. D. Klaus Kutzer – siehe Foto – begrüßt die Weiter­entwicklung der Textbausteine des Bundes­justiz­ministeriums im STANDARD-PV-Modell der Bundeszentralstelle PV und "die neueren leicht verständlichen und überzeugenden Ausarbeitungen". Diese dienen einer Verbreitung von hochwertigen Patientenverfügungen für möglichst viele Menschen.

S T A N D A R D - MODELL

  • Eine STANDARD-Patientenverfügung (S-PV) ist, wenn die Daten nicht online übermittelt werden, auch mittels S-PV-Ankreuzbogen in Papierform erstellbar - dann zu einer regulären Gebühr von 50 €. Die zugrundeliegenden Text­bausteine waren in einer AG unter Leitung von Bundesrichter a. D. Klaus Kutzer (siehe Foto) 2004 für das Bundesjustizministerium erarbeitet worden (im Konsens mit Kirchen, Hospizbewegung und Palliativmedizin). Das Modell wurde zwar inzwischen erweitert, es beschränkt sich jedoch im Wesentlichen immer noch auf "aussichtslose" Standard-Situationen wie Sterbeprozess und unwiederbringlichen Verlust der Bewusstseinsfähigkeit. Nicht enthalten sind hier konkrete Abwägungen "je nach Situation" (z. B. je nach  Besserungsaussicht, Schweregrad des Leidens oder der Pflegebedürftigkeit). Auch fehlen persönliche Wert­vor­stellungen zu Lebensqualität und Sterbehilfe. Diese müssten im STANDARD-Modell auf einem Zusatzblatt ergänzt werden (anders als im o. g. OPTIMAL-Modell, wo sie bei der professionellen Erstellung Ihrer PV bereits inbegriffen sind).
 
Wir senden Ihnen gern erwünschte PV-Materialien zu (Mappe für ein OPTIMAL-Modell und/oder Broschüre mit STANDARD-Modell), jeweils mit Vollmachten. Verwenden Sie bitte  dieses Bestellformular. Eine Zusendung an Vorsorge-Interessenten ist sonst leider nicht möglich.
Zum Erhalt von Materialien sowie zur Beratung können sich auch an regionale Ansprechpartner wenden.