Broschüren mit Standard-Formularen und allem, was Sie wissen sollten

Wir beraten Sie gern - auch wenn Sie zu den hunderttausenden Menschen gehören, die bereits eine Patientenverfügung haben, die jetzt aber unzureichend sein könnte. Der jüngste Bundesgerichtshofbeschluss vom Juli diesen Jahres hat erhebliche Unsicherheiten geschürt - wenngleich der dort verhandelte drastische Fall selten sein dürfte.

Selbstverständlich gilt (und galt schon immer) für unsere Dokumente, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Ganz allmählich, aber auch urplötzlich kann eine Situation entstehen, in der man sich nicht mehr verständlich machen kann – ob durch Unfall Unfall, Organversagen, Demenz oder Gehirnschlag. Jeder Volljährige kann mit einer Patientenverfügung dafür sorgen, dass seine Vorstellungen zu medizinischen Behandlungen dann verbindlich befolgt werden.  

Haben Sie vielleicht schon etliche Muster und Unterlagen gesammelt und konnten sich bisher nicht entscheiden? Wir haben hier zwei sorgfältigst ausgearbeitete, nutzerfreundliche Lösungen auf dem aktuellen Stand von 2016 für Sie. 

Hier in Papierform für jeweils 3 Euro zu bestellen ("Material per Post"):

Ratgeber zur STANDARD-PV (kostenfreier Download) inkl. Vollmachts-Formulare (36 Seiten), auch kostenfrei nutzbar

oder

Mappe mit Fragebogen für eine OPTIMALE PV, die nur von fachkundigen Beraterinnen erstellt werden kann (gebührenpflichtig)

 

 

Gita Neumann bei der RENAFAN Akademie

Vorstellung der Mapppe für eine OPTIMALE Patientenverfügung

Neumann, Weiss, de Ridder

Kooperation  mit Ärzten und Einrichtungen:

Fortbildungsveranstaltung mit Dr. de Ridder, Buchautor von "Wie wollen wir sterben?"in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) und einer Gesundheitseinrichtung

 

 Eine Patientenverfügung gilt für Situationen, die wir uns heute nur schwer vorstellen können: Wenn unsere geistigen Fähigkeiten einmal eingeschränkt oder völlig  verloren gegangen sein sollten. Zur Frage, wie der Patient zu lebens­ver­längern­den Maßnahmen und dem Risiko von Dauer­schädigungen stehen würde, liegen dann oft keine Hinweise des Betroffenen vor. Da weder Ärzte, noch Bevollmächtigte oder Angehörige dann allein entscheiden dürfen, muss der Fall oft einem Betreuungsrichter vorgelegt werden.

Bei einer Patientenverfügung (PV) handelt es sich zivilrechtlich um eine vorsorgliche Erklärung des Willen. Sie wird wirksam, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seine not­wendige Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlungs­­­maß­nahme direkt kund zu tun. 

Was kann denn "Schlimmes" ohne Patientenverfügung passieren?

Wenn der Patientenwille nicht bzw. nicht hinreichend konkret ermittelbar ist, gilt prinzipiell der Lebensschutz. In diesem erschreckenden Fall (siehe unten, Fotos von Boris Forstner) wollte ein Pflegeheim seine hochbetagte Bewohnerin im Wachkoma lieber lebend mumifizieren als sterben lassen.

 Caritas-Pflegeheim lässt Wachkomapatientin lebend mumifizieren 

Wenn eine entsprechende Patientenverfügung vorliegt, ist dies heute nicht mehr – legal – möglich.

In einer Patientenverfügung sind nicht nur, aber auch ethischen Fragen der sogenannten passiven und indirekten Sterbehilfe zu regeln. 

Sie finden hier Definitionen zu Formen der Sterbehilfe aus juristischer Sicht. Prinzipiell ist nur die Tötung auf Verlangen (als direkte, gezielte Fremdtötung) in jedem Fall strafbar und deshalb in einer Patienten­verfügung ausgeschlossen.

   Urania

Foto oben: Drei Ärzte (aus Intensiv- Palliativ- und Allgemeinmedizin) in einer vom HVD moderierten Podiums­diskussion. 


Immer mehr stellt sich heraus, dass die Qualität entscheidend ist (Studie hier im Ärzteblatt 2014). Eine Patientenverfügung muss schriftlich sein, das wurde mit Inkraftreten des "PV-Gesetzes" am 1. September 2009 im Betreuungsrecht verankert. Sie ist verbindlich zu befolgen, wenn die PV sich konkret auf die dann eingetretenen Umstände bezieht, aber auch dann, wenn sie ein absolutes Verbot einer bestimmten Behandlungs­maßnahme vorliegt.