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2 Jahre nach Skandal-Kündigung von Weilburger Chefarzt – Arbeitsgericht vertagt sich auf 2010

28. August 2009

Ex-Chefarzt Dr. Karl-Heinz E. muss unzumutar lange auf Entscheidung zur Wiedereinstellung warten. Um diese kämpft er in einem Arbeitsgerichtsprozess gegen die Hessenklinik in Weilburg, seinem früheren Arbeitgeger. Er sieht sich beruflich existentiell bedroht. Auslöser war, dass der damals 38jährige Mediziner einen aussichtslos schwerstkranken Krebspatienten hatte sterbenlassen, weil keine Indikation zur Intensivmedizin mehr vorlag.

 

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Limburg-Weilburg . Der frühere Chefarzt der Anästhesie/Intensivabteilung am Weilburger Kreiskrankenhaus, Dr. Karl-Heinz E., muss sich auch zwei Jahre nach seiner fristlosen Entlassung vor dem Limburger Arbeitsgericht in Geduld üben. Das Gericht hat am Dienstag verkündet, sich des Sachverstandes von Gutachtern zu bedienen. Wann über die Klage des Arztes auf Weiterbeschäftigung entschieden wird, ist völlig unklar. Als nächster Termin wurde der 4. Februar 2010, 12 Uhr, festgelegt. Zum Beweis der Behauptung, ob sich der jetzt 50-jährige Mediziner am 7. August 2007 wie vom Krankenhaus ausgeführt geweigert hat, einen vom Notarzt eingelieferten und später verstorbenen Krebspatienten auf die Intensivstation aufzunehmen, beabsichtigt das Arbeitsgericht das rechtsmedizinische Gutachten der Universität Basel einbeziehen. >>

Quelle www.mittelhessen.de vom 25.8.2009

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