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77-jähriger leistet Sterbehilfe und weitere Meldungen (Überblick der Woche)

10. November 2008

Die Welt, 20.02.2006

77jähriger tötet Ehefrau Schwerkranke hatte alle Hoffnung verloren “Ein 77jähriger hat in Eimsbüttel seiner Frau (76) geholfen zu sterben offenbar, um ihrem Leiden ein Ende zu setzen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
Schon seit Jahren war Elisabeth M. schwer krank. Die Frau litt an stärksten Schmerzen. Als sie jetzt wieder im Krankenhaus war, kam heraus, dass es für sie keine erfolgversprechende Behandlung mehr geben wird. “Sie hatte schon früher ihren Lebensmut verloren und mehrfach ihren Mann um Sterbehilfe gebeten. Das hatte der Mann bislang immer abgelehnt”, sagt ein Beamter. Nach der neuen hoffnungslosen Diagnose sah auch Arthur M. keinen anderen Ausweg mehr. Er besorgte seiner Frau Schlaftabletten, die sie selbst einnahm. Als sie leblos im Bett lag, nahm der Mann ein Kissen und erstickte sie. Anschließend rief er verzweifelt eine Angehörige an. Bei ihr konnte die Polizei den 77jährigen festnehmen.
Die Mordkommission ermittelt gegen Arthur M. wegen “Tötung auf Verlangen”

DIE WELT


Hamburger Abendblatt vom 22.02.2006:
“Sterbehilfe: Ralph Giordano unterstützt Kusch-Vorstoß Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat in der Diskussion um aktive Sterbehilfe jetzt Unterstützung von Schriftsteller Ralph Giordano erhalten. Bei einer Podiumsdiskussion über Sterbehilfe in der Freien Akademie der Künste bezeichnete Giordano die “fundamentalistischen Gegner” der Sterbehilfe als erbarmungslos. “Niemand weiß das Leben höher zu schätzen als ich”, sagte der Publizist. “Aber es gibt Situationen, in denen es nur eine Lösung gibt: den Tod”, meinte Giordano
Vollständig unter: Hamburger Abendblatt


Bayerische Sozialministerin fordert Regelung von Patientenverfügungen gegen aktive Sterbehilfe
Dienstag, 21. Februar 2006

München Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens hat sich gegen eine aktive Sterbehilfe ausgesprochen. Anstelle dessen brauche man eine umfassende Sterbebegleitung und qualifizierte Palliativ- Betreuung sowie eine klare Regelung zur Patientenverfügung, erklärte Stewens: “Es ist notwendig, genau festzulegen, in welchen Fällen die Patientenverfügung als Ausdruck des tatsächlichen Willens des Patienten befolgt werden muss.”

Vollständig unter:
aerzteblatt.de


AUSLAND:

FRANKREICH: Ermittlung nach Sterbehilfe eingestellt
Siehe: aerzteblatt.de

BELGIEN: Streit über Gesetz zur Sterbehilfe

BRÜSSEL (spe). In Belgien ist die Debatte über eine weitere Liberalisierung des Euthanasie-Gesetzes voll entbrannt. Auslöser ist der Fall von aktiver Sterbehilfe bei einer Alzheimer-Kranken. Ende Januar hatte der behandelnde Arzt der 87jährigen Frau einen tödlichen Cocktail verabreicht, nachdem diese in einem angeblich geistig lichten Moment danach verlangt hatte (die “Ärzte Zeitung” berichtete http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/02/10/025a0408.asp?cat=). Weiter unter aerztezeitung.de

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