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Ärzte wollen Sterbeverkürzung in der Grauzone lassen – PM des Humanistischen Verbandes (HVD)

27. Mai 2011

Berlin / Kiel 1.6.2011

Humanistischer Verband sieht viele Verlierer und viel, was auf der Strecke bleibt, aber auch Hoffnungszeichen

 

Kommentar von Gita Neumann, Humanistischer Verband Deutschlands (2. 6.2011):

Ärzte wollen Sterbeverkürzung im Graubereich lassen

"Eins dürfte klar geworden sein: Die Ärzte selbst wünschen, dass in Einzelfällen geleistete Verschreibungshilfe zur Selbsttötung am Lebensende sowie die allgemeine Sterbeverkürzung im Graubereich bleibt und sie sich vor niemanden zu rechtfertigen haben – allerdings um einen Preis: Im Verborgenen mit schwerer Gewissensentscheidung allein bleiben und die Angelegenheit vertuschen zu müssen. Die meisten wissen von ihren Kolleg/inn/en, dass insbesondere in der Palliativmedizin am Lebensende häufig eine Todesbeschleunigung vorkommt (wie die anonyme Studie der Ruhruniversität Bochum aus 2010 widerspiegelt). Um dies nicht einreißen und auch nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, sind nunmehr als Gegengewicht berufsrechtliche Sanktionen eingeführt worden. Das mag alles verständlich sein, bedeutet allerdings den Ausstieg aus der Medizinethik." (von: Gita Neumann, Beauftragte für Humanes Sterben des HVD)

 

Hier eine Pressekonferenz des HVD zusammen mit Dr. de Ridder (rechts) bereits am 27.5.2011:  http://www.diesseits.de/perspektiven/%C3%A4rztliches-ethos-suizidhilfe

 

 

 


 

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