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Aus „Laura“, Auflage 1,4 Millionen

10. November 2008

Mein Leben bleibt meine Entscheidung

Unter diesem Titel dem der gleichnamigen Infobroschüre des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) ist in der Frauen-Illustrierten ‚Laura‘ ein Bildbericht veröffentlicht worden. Exklusivthema der Interviews, Fotos und Fallgeschichten: Die Arbeit der Zentralstelle für Patientenverfügungen des HVD in Berlin. Die Wochenzeitschrift ist noch bis Sonntag überall am Kiosk erhältlich:
Auflage: 1,4 Millionen, erscheint im Bauer-Verlag. Zielgruppe: Frauen bis 40 Jahre. Preis: 85 Cent.

Auszug aus ‚Laura‘:

‚Vier Tage nach der mehrstündigen Operation ist Ursula Umlauf gestorben. Die Umstände ihres Todes kann man nur mit einem Wort beschreiben: Horror. Ursula Umlauf nahm in den letzten Monaten ihres Lebens ihre Umwelt nur noch selten wahr. Sie konnte nicht mehr selbst über ihr Leben entscheiden. Das Amtsgericht ernannte für sie einen Vormund. Diese lebenswichtige Frage nicht im Voraus regeln zu könne, wäre für Hille Wegner (49) ein Alptraum. Die Sozialtherapeutin aus Berlin hat deshalb eine Verfügung aufgesetzt. Ein Schriftstück, in dem ähnlich eines ‚Letzten Willens‘ alle Fragen, die ärztliche Behandlung, Betreuung und den Sterbeprozess betreffend, geregelt sind.‘ Ich war beruflich oft in Seniorenheimen. Was ich dort sah, hat mir die Augen geöffnet.‘

Auch Sabine Schmidt (38) weiß, wie sie im Falle einer schweren Krankheit und ‚Einwilligungsunfähigkeit‘ behandelt werden möchte. Sie trägt ihren Notfallpass und den Organspendeausweis immer bei sich.‘ Darin steht in Kurzform meine Verfügung mit Ansprechpartnern und wo sie hinterlegt ist.‘ Wie auch Hille Wegner hat Sabine Schmidt ihre Patienten-Verfügung mithilfe des Humanistischen Verbandes aufgesetzt. Dort fanden sie Beratung bei den komplizierten Formulierungen, die medizinischen und juristischen Aspekten standhalten müssen.

Möchte jemand nicht nur ärztliche Behandlungen im Sterbeprozess festlegen, sondern auch entscheiden, wie z. B. ei einer Schwerstpflegebedürftigkeit verfahren werden soll, gibt der Humanistische Verband Informationen. Jeder kann das Schriftstück beim Humanistischen Verband hinterlegen (kostet 24 Euro). So geht es: Informationen einholen: Zum Beispiel bei einer Patientenberatungsstelle der Verbraucherzentralen oder bei der Zentralstelle für Patienten-Verfügung, Wallstr. 65, 10179 Berlin (Tel. 030 613904-11) Dort gibt es für 3 Euro die Broschüre ‚Mein Leben bleibt meine Entscheidung‘. Darin finden Sie Formblätter für eine Vorsorgevollmacht und eine Fragebogen mit Textbausteinen für eine Patienten-Verfügung sowie Aufklärung über die wichtigsten medizinischen Begriffe (im Internet: www.patientenverfuegung.de).

Aus: Laura vom 17. Februar 2003, Doppelseite S. 44/ 45:

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