Inhalte

Beckmann, ARD, “Wer bestimmt, wie wir sterben?”

17. September 2014

Wer soll Suizid-Beihilfe leisten dürfen, wer bestraft werden?

Der Bundestag wird sich im Herbst mit einer gesetzlichen Neuregelung der Sterbehilfe befassen. Schweizer Organisationen wie Dignitas und Exit melden wachsenden Zulauf – auch aus Deutschland. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat jetzt in zwei sehr persönlichen Interviews bekannt, dass er entgegen seiner Überzeugung seine an Krebs erkrankte Frau unter Umständen zur Suizid-Hilfe in die Schweiz begleiten würde.

Gäste waren:

Wolfgang Kubicki (FDP Vizevorsitzender). Seit dem Schicksalsschlag seines Bruders im Koma ein "radikalre" Befürworter der Sterbehilfe.

Prof. Frank Ulrich Montgomery (Präsident der Bundesärztekammer). Der oberste Verbandschef der Mediziner spricht sich entschieden gegen ärztliche Beihilfe zum Sterben aus – aber auch gegen ein gesetzliches Verbot.

Nikolaus Schneider (Ev. Kirche Deutschlands) beschreibt seinen Weg von der absoluten Ablehnung der Suizidhilfe hin zur Akzeptanz bei seiner Frau – aus Liebe gegen das theologische Verbotsprinzip.

Dipl. Psych. Gita Neumann (Humanistischer Verband Deutschlands), lehnt jede Kriminalisierung der Suizidbeihilfe als inakzeptabel ab. Sie leistet Lebenshilfe durch Beratung, Sterbebegleitung, Verhütung von Suiziden – aber im Einzelfall auch Hilfe dazu.

Hubert Hüppe (MdB / CDU) hat bereits ein Gesetz zur Bestrafung ärztlicher Suizidhilfe entworfen, in dem strengste Verbote und eine dreijährige Gefängnisstrafe vorgesehen sind.

In der Mediathek hier:

http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/18092014-ein-ende-in-wuerde-wer-bestimmt-wie-wir-sterben100.html

 

 

 

 

 

 

print