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Benutzerfreundlich und parteiergreifend

10. November 2008

Berlin, 11.08. Die Zentralstelle für Patientenverfügung, Hospiz und Humanes Sterben hat zum Wochenende ihr völlig neu überarbeitetes Internetportal www.patientenverfuegung.de freigegeben. Träger ist der Humanistische Verband Deutschlands (HVD). Als Ziel beschreibt die Verbandsbeauftragte Gita Neumann: ‚Benutzerfreundlichkeit ist Trumpf. Vorsorgewillige Laien werden jetzt Schritt für Schritt zu der jeweils für sie passenden Lösung hingeführt. Aber auch Fachleute und professionell Interessierte wollen wir aufklären. Die Erläuterungen und unser eigener Ansatz einer Wertanamnese mit Fragebogen, Fallgeschichten und Glossar basieren auf achtjähriger Erfahrung mit der Wirksamwerdung von individuellen, bei uns hinterlegten Patientenverfügungen. Wir legen Wert darauf, stets auf dem neuesten Stand der juristischen und medizinethischen Debatte zu sein und dabei im engen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern. Unter WAS ZU BEACHTEN IST haben wir teils kritisch bewertet auch auf alle anderen Organisationen und Vereinigungen mit entsprechenden Vorsorge-Angeboten hingewiesen. Denn schließlich muss es dem Einzelnen überlassen bleiben, wenn er doch lieber auf einen Mustervordruck zurückgreifen möchte.‘

Seit dem Wochenende haben bereits über 900 Nutzer/innen die neuen Seiten aufgerufen, pro Tag sind es in den Kernzeiten 30 bis 100 stündlich. Neben den Anti-Sterbehilfe-Positionen der Kirchen und anderer sowie der konkreten Hospizarbeit wird vor allem jenen Verbänden und Einzelpersönlichkeiten Platz eingeräumt, die sich für vertretbare Formen der Sterbehilfe aussprechen. Die Internetseiten treten unter HUMANES STERBEN für eine offene, praktisch und ethisch orientierte Reflexion ein abseits von Polemik oder Tabuisierung. 3,5 % der Nutzer/innen melden sich zu diesem Newsletters an, der sich durchaus parteilich im Sinne von Patienteninteressen und kritischer Verbraucherinformation versteht.

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