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Ehemaliger hoher britischer Beamter flog zu “Dignitas” Angehörige geschockt

10. November 2008

Zürich, 04. Juni 2004

Ein Brite durfte sich innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft in der Klinik töten. Nun ermittelt die britische Polizei.

Quelle: www.kath.net / CWNews.com) Innerhalb von 24 Stunden nach seiner Ankunft durfte sich ein Brite in einer Schweizer Klinik unter Aufsicht selbst töten. Seine Familie ist geschockt die Polizei hat die Untersuchung aufgenommen. Gordon Hurst (76) litt an der Parkinsonkrankheit und flog am 23. April nach Zürich. Dort starb er in der “Dignitas Klinik”, nachdem er eine tödliche Dosis von Barbituraten eingenommen hatte. Hurst war ehemaliger Beamter des Verteidigungsministeriums und Vater von drei Kindern.
Lesley Miller, eine Schwiegertochter von Gordon Hurst, wandte sich an die britische Polizei: “Ich möchte wissen, wie es jemandem in Gordons Stellung möglich ist, einfach mit einem Flugzeug in den eigenen Tod zu fliegen”, sagte sie laut Bericht des “Telegraph”. Miller bat die britische Regierung, die Schweizer Beamten aufzufordern, “Dignitas” zu schließen (Erläuterung: in Groß-Britannien ist die Suizidhilfe mit “Tötung auf Verlangen” gleichgestellt und wird gleichermaßen mit bis zu 13 Jahren Gefängnis bestraft).

Die Schweiz hat weltweit eine der liberalsten Regelungen bei der Sterbehilfe. Sterbehilfeorganisationen haben freie Hand: Nur Verleitung oder Beihilfe zum Selbstmord “aus selbstsüchtigen Beweggründen” steht unter Strafe, heißt es im Strafgesetzbuch (StGB 115).

Hurst war der 21. Patient aus Großbritannien, weitere 500 Personen sind vorgemerkt. “Leben in Würde, Sterben in Würde” lautet der Slogan der “Dignitas Klinik”. Die Anstalt verhalf 280 Menschen zum Selbstmord, seit sie vor sechs Jahren eröffnet wurde. Schweizer Beamten sind mittlerweile alarmiert über die Beliebtheit der Klinik

Der Gründer der Klinik, Ludwig Minelli, 71, bestätigte gegenüber der Presse, man wolle jedem helfen “ungeachtet der medizinischen Bedingungen. Es ist egal, woran die Menschen leiden, wir weisen niemanden zurück.” Seine Klinik “Dignitas” ist die einzige Organisation, die auch Personen mit Wohnsitz im Ausland in der Schweiz einen begleiteten Suizid ermöglicht ein “Modell” welches auch bald nach Deutschland “exportiert” werden könnte

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