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Gute Weihnachtslaune hält vor

10. November 2008

Gute Weihnachtslaune hält für künftige Jahre vor schlechte auch. Der jetzt neurologisch und wissenschaftlich erwiesene Grund: So wie die Gefühlslage die Erinnerungsfähigkeit beeinflusst, werden bei künftigen Ereignissen automatisch frühere Emotionen aktiviert. (Quelle: New Scientist, Nr. 2426).

Ein andere, eher praktische Erfahrung lautet: Helfen macht Freude.

Die Redaktion dieses Newsletters patientenverfuegung.de sorgt auf ehrenamtlicher Basis dafür, Sie mit solchen spannenden Informationen zu versorgen, die Theorie und Praxis zusammenführen.

Heute möchten wir eine Bitte an Sie richten:

Bitte helfen Sie mit, dass jeder (potentielle) Patient, der dies wünscht, optimal sein Selbstbestimmungsrecht am Lebensende wahren kann. Viele Menschen z. B. allein stehende Hochbetagte mit Kleinstrente, Aidspatienten, erkrankte ausländische Mitbürger kommen nur eben noch so über die Runden. Selbst die vom Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) stark ermäßigten Sozialtarife sind für diese Bevölkerungsgruppe unerschwinglich. Dabei handelt es sich etwa um die Erstellung eines Notfallpasses (8 Euro), die Abfassung einer individuellen Patientenverfügung (48 Euro) oder die Hinterlegungsgebühr in der Zentralstelle des HVD (24 Euro), die dann auch die Interessen der Betroffenen vertritt. Die Arbeit zur Patientenverfügung des HVD ist gemeinnützig. Durch Spenden, Gebühren und Förderbeiträge finanziert sie sich ausschließlich selbst. Der HVD kann daraus aber nicht die Anfragen von Vorsorgewilligen (in der Regel vermittelt durch Sozialdienste) abdecken, die so gut wie mittellos sind. Oft handelt es sich dabei um besonders zeitintensive Aufgaben.

Schicksal einer unheilbar tödlichen Krankheit

So wurde z. B. in diesem Jahr ein aus Sri Lanka stammender ALS-Patient, der seit vielen Monaten völlig gelähmt ist und nur durch künstliche Beatmung und Ernährung am Leben erhalten werden kann, von einer Mitarbeiterin des Teams Patientenverfügung mehrfach aufgesucht. Bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) handelt es sich um eine unheilbar tödlich verlaufende Krankheit. Der Patient wurde mittels Dolmetscherin und seinem “Lieblingspfleger”, der sich mit ihm über eine Zeichentafel verständigen kann so zum ersten Mal nach Ausbruch seiner Krankheit überhaupt nach seinem Patientenwillen befragt. Bei ALS-Patienten in diesem Stadium geht es vor allem darum, ob sie bei einem mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eintretenden Notfall eine Herz-Lungen-Wiederbelebung wünschen oder ob man sie dann ärztlich begleitet sterben lassen soll. Bei dieser Frage ist natürlich ein sensibles Herantasten ebenso erforderlich wie eine große fachliche Kompetenz und Erfahrung. Um ausschließlich den Interessen der Patienten verpflichtet zu sein, hält es das Team Patientenverfügung im HVD für unabdingbar, völlig unabhängig zu sein. D. h. eine Förderung durch staatliche Stellen, die Krankenkassen oder Sponsoren wird nicht gewollt und auch nicht gebraucht.

Die Lösung: Patenschaften

Deshalb wurde ein Modell von Patenschaften eingeführt. Dies hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Doch gab es auch 2003 wieder eine steigende Zahl von Anträgen an den Humanistischen Verband mit der Bitte um völlige Kostenbefreiung. Die Inanspruchnahme von Patienten- und Selbstbestimmungsrechen am Lebensende darf keine Frage des Geldbeutels sein. Deshalb unsere Bitte an Sie: Helfen Sie mit, die Patenschaften zu erhöhen. Übernehmen Sie für das kommende Jahr selbst eine solche! Für diesen speziellen Zweck bitten wir Sie, einmalig oder regelmäßig (selbstverständlich auf Widerruf und steuerabzugsfähig!) einen Betrag von 8 Euro, 16, 24 oder 48 Euro hier und jetzt zu überweisen.
Sie können dies mithilfe des Formulars unter www.patienten­verfuegung.de/Patientenverfügung/spende.htm
tun (dies wird in Zukunft unter jedem Newsletter zu finden sein!)

Sie können sofort online spenden, oder das Formular ausdrucken und zusenden bzw. zufaxen (HVD, Wallstraße 65, 10179 Berlin; Fax-Nr. 030 613904-36) oder auf das im Formular angegebene Konto spenden (dann bitte als Zweck “Patenschaft” angeben!)

Wir freuen uns auf das kommende Jahr mit Ihnen, werden Sie auf dem Laufenden halten und wünschen die allerbeste Spenden- und Weihnachtslaune!

Ihr Newsletter-Team

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