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Holländer in Angst um ihren Lebensabend?

10. November 2008

REGENSBURG. Wie das Regensburger Bistumsblatt berichtet, werden in Holland ‘jährlich mehr als 4.000 Menschen durch Sterbehilfe getötet.’ In jedem vierten Fall läge keine Einwilligung des Patienten vor. Viele Niederländer wollten ihren Lebensabend deshalb lieber in einer deutschen Pflegeeinrichtung verbringen ‘aus Angst, Opfer des neuen Euthanasie-Gesetzes zu werden’.
‘Letztendlich haben die Mediziner freie Hand bei der Auslegung’, wird dazu Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Hospizstiftung zitiert.
(Aus: Regensburger Bistumsblatt vom 16. Februar 2003)

NEU-ISENBURG (Smi). Die überwiegende Zahl jener Menschen, die in den Niederlanden in den vergangenen 25 Jahren durch aktive Sterbehilfe ums Leben gekommen sind, hätten nur noch ein bis zwei Wochen zu leben gehabt. Das geht aus einem Report hervor, über den das ‘British Medical Journal’ in seiner neuen Ausgabe berichtet (326, 2003, 416). Heleen Dupuis von der Medizinischen Schule der Universität Leiden hat darin unter anderem festgestellt, dass von den 135.000 Menschen, die 1995 in den Niederlanden gestorben sind, 2,4 Prozent durch aktive Sterbehilfe ums Leben gekommen sind.
(Aus: Ärztezeitung vom 25. Februar 2003)

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