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HVD-Veranstaltung mit Berl. Urania: Fürsorgeethik u. Sterbehilfe-(un-)vereinbar?

10. November 2008

Urania-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband Deutschlands:
Im Rahmen der Hospizwoche, 25.10.:

Fürsorgeethik und Sterbehilfe (un-)vereinbar?

Seit dem Sterben-Lassen der Amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo spricht nicht nur die Katholische Kirche von „aktiver Euthanasie durch Unterlassen“. Auch in der Hospizbewegung besteht Unklarheit darüber, ob und wann lebenserhaltende Maßnahmen abgesetzt werden dürfen, wenn der Patient nicht mehr ansprechbar ist.
Kann eine vorsorgliche Willenserklärung (individuelle Patientenverfügung) helfen? Entsprechende Materialien nach den Empfehlungen des Bundesjustizministeriums denen sich auch die Berliner Ärztekammer angeschlossen hat werden den Besucher/innen der Veranstaltung angeboten. Hier ist ausdrücklich ein gezielt zum Tode führender Nahrungsentzug auch außerhalb der Sterbesituation als Wahlmöglichkeit der „passiven Sterbehilfe“ vorgesehen. Ein Zuwiderhandeln wäre dann „rechtswidrig“, so lautet der aktuelle Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 8. Juni 2005: „Auch die Gewissensfreiheit des Pflegepersonals rechtfertigt für sich genommen die Fortsetzung der künstlichen Ernährung in einem solchen Fall nicht.“
Dabei stellt sich die ethische Frage, worin eigentlich der Unterschied zur Gabe einer Morphium-Valium-Kombination mit sterbebeschleunigender Wirkung besteht. Und zur mit Dignitas Deutschland akut in die Schlagzeilen geratenen Freitodberatung und -hilfe.

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Ruth Mattheis (Medizin),

Dr. Hermann SchulteSasse (Staatssekretär Gesundheit/Verbraucherschutz, Senat Berlin),

Erich Meyer (Pflegeleitung / Wachkomastation),

RA Dieter Gräfe (Recht),

Gita Neumann (Humanistischer Verband),

Benno Bolze (Vertreter Hospizbewegung),

Moderation: Gabriele Schlimper (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband)

Ort: Urania Berlin (Eintritt: regulär 5 Euro / übliche Ermäßigung)
Zeit: 25.10.2005, 17:30 Uhr

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