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Kein Zeitdruck in Sterbehilfedebatte, aber nicht mehr zu stoppen

10. November 2008

News.ch, 27.04., 19.50 Uhr, im Wortlaut:

«Heftige Debatte im Europarat um Sterbehilfe

Strassburg Nach einer kontroversen Debatte über die Entkriminalisierung der Sterbehilfe hat der Europarat in Strassburg den Bericht des Tessiner FDP-Ständerats Dick Marty an den zuständigen Sozialausschuss zurückgewiesen.

Marty hatte in seinem Bericht die Forderung erhoben, in den 45 Europarats-Mitgliedsstaaten aktive Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen straffrei zu stellen. Er vertritt die Meinung, dass niemand das Recht hat, schwer leidende oder kranke Menschen in der letzten Phase zum Leben zu zwingen.

Die heutige Situation sei scheinheilig. Marty beruft sich auf Studien, die belegen, dass Sterbehilfe bereits praktiziert wird, obwohl sie in den meisten Mitgliedsländern außer in Belgien und den Niederlanden strafrechtlich verboten ist.

Die Debatte verlief nach Korrespondentenangaben sehr emotional. Gewisse Parlamentarier hätten von der Wiedereinführung der Todesstrafe gesprochen. Vor allem Frankreich, Polen und Italien wehren sich gegen den Bericht.

Marty zeigte sich nach der Debatte erfreut: Die Diskussion wird weitergehen, das ist, was ich wollte, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur sda.


Aktuelle Meldung aus Deutschland:

epd-Interview mit Bundestagsabgeordneten Stöckel:

‚Es gibt keinen Zeitdruck Antrag zur Sterbehilfe kommt später‘

Im Wortlaut hier:

http://www.patientenverfuegung.de/Patientenverfügung/aktuell.htm

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