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Leutheusser-Schnarrenberger würdigt Engagement zum Humanen Sterben

10. November 2008

Berlin. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a. D., hat heute dem V.I.S.I.T.E.-Hospizdienst einen mit 7.500 Euro dotierten Förderpreis der liberal orientierten Dr.-Viktor-Freiherr-von-Fuchs-Stiftung verliehen. In ihrer Laudatio würdigte die FDP-Politikerin neben der konkret geleisteten Lebenshilfe bis zum Tod auch die Verdienste des Preisträgers um die Selbstbestimmungsrechte von Schwerstkranken, vor allem durch Hilfe und Beratung zur Abfassung von Patientenverfügungen. Auch der offene Umgang mit einem Tabu, welches doch in vielen unserer Nachbarstaaten inzwischen anders geregelt sei, zeichne dieses Projekt ehrenamtlicher Sterbebegleitung besonders aus. Der V.I.S.I.T.E.-Hospizdienst ist zusammen mit der Zentralstelle für Patientenverfügungen ein Projekt des Humanistischen Verbandes Deutschlands in Berlin.

Frau Leuttheusser-Schnarrenberger kritisierte in ihrer Rede die Patientencharta, die jetzt zur Verabschiedung ansteht, weil dort weder die Interessen von Pflegebedürftigen Berücksichtigung gefunden haben, noch Seniorenvertretungen einbezogen wurden oder Verbände, die sich für ein weitgehendes Recht auf Humanes Sterben engagieren.

Fotos von der Preisverleihung in Berlin können Sie unter www.patientenverfuegung.de aufrufen (mit großer Scheckübergabe).

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