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Literaturtipps: Erlöser AG, Lebens- und Sterbekunst

10. November 2008

Moderne Ars moriendi:
Jean-Pierre Wils: ars moriendi. Über das Sterben.
Insel Verlag, Frankfurt a. M. 2007.
Sterbe-Ethik für Finalisten


Sterben allzu leicht gemacht
Björn Kerns Groteske “Die Erlöser AG”
© Die Berliner Literaturkritik, 19.10.2007

MÜNCHEN (BLK) Ein heißes Eisen fasst Björn Kern in seinem Roman “Die Erlöser AG” an: Er entwirft ein Szenario von einem Deutschland in absehbarer Zukunft, wo Tötung auf Verlangen nicht mehr strafbar ist. Ein ambitionierter Jungredakteur und ein Arzt nutzen die Gelegenheit, um eine Agentur für aktive Sterbehilfe zu gründen.

Während sich die beiden nach außen ihrer humanitären Taten rühmen, pflegt der Journalist zu Hause liebevoll seinen umnachteten Vater, während sein Kompagnon bereits daran denkt, auch jene Menschen ins Jenseits zu befördern, die einen Sterbewunsch nicht mehr artikulieren können.

Kerns Groteske provoziert extreme Gefühle beim Leser, vor allem angesichts der Tatsache, dass seine Geschichte durchaus im Bereich des einmal Möglichen liegt. Der Autor hat früher in einem psychiatrischen Pflegeheim gearbeitet.
(dpa/htl/wip)

Literaturangaben:
KERN, BJÖRN: Die Erlöser AG. Roman. C. H. Beck Verlag, München 2007. 272 S., 17,90 .


Philosophische Lebenskunst

Jean-Pierre Wils: Ars moriendi. Über das Sterben. Insel (Bibliothek der Lebenskunst), Frankfurt am Main und Leipzig 2007. 287 S., Fr. 26.80. Hervorragende Beschreibung siehe:
Sich in das Unvermeidliche schicken

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