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Sterbehilfe wegen Demenz – wie bei belgischem Schriftsteller Hugo Claus

2. März 2009

<< Brüssel, 2.3.09 (KAP) Immer mehr Belgier lassen laut Medienberichten
eine Sterbehilfe-Verfügung eintragen. Allein in diesem Jahr hätten
bereits rund 1.100 Bürger des Landes bei den Gemeinden den Wunsch
registrieren lassen, im Fall eines irreversiblen Komas aktive
Sterbehilfe zu erhalten. Das seien rund 25 Sterbehilfe-Verfügungen pro
Tag.

Seit der Einführung der Verfügungen am 1. September
2008 hätten insgesamt mehr als 4.500 Belgier eine solche Verfügung im
Rathaus registrieren lassen, heißt es in den Berichten unter Berufung
auf den nationalen Gesundheitsdienst. Das Dokument ist fünf Jahre
gültig.

In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit Herbst 2002
gestattet. Voraussetzung ist, dass ein erwachsener Kranker im
Vollbesitz seiner geistigen Kräfte den Wunsch zu sterben "freiwillig,
überlegt und wiederholt" geäußert hat. Zudem muss er an einer
unheilbaren Krankheit leiden, die ein Weiterleben für den Patienten
körperlich wie psychisch unerträglich macht.

Für Aufsehen
sorgte im Vorjahr der Fall des Schriftstellers Hugo Claus. Im März 2008
nahm der 79-jährige Claus, der an der Alzheimer-Krankheit litt, aktive
Sterbehilfe in Anspruch.>>

 


Rückblick März 2008 (zum Tod von Hugo Claus siehe unten auf der Seite):

 

http://www.brf.be/brf/presseschau/archiv/2008

 

 

 

 

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