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Suizid auch in der Palliativmedizin ein Thema

10. November 2008

Die Dresdner Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit veranstaltet gemeinsam mit dem Uniklinikum am 2. und 3. April einen Kongress zum Thema "Suizid in der Palliativmedizin. Die Veranstaltung unter der Überschrift "Wenn menschliches Leid zu ethischem Grenzfall wird" steht Interessierten aller Fachrichtungen offen und wird wie folgt angekündigt (Auszug):

Zur Veranstaltung:

Menschen, die als unheilbar Kranke unter großem physischem und psychischem Leid unaufhaltsam ihrem Tod entgegen gehen, erleben diese Situation nicht selten als eklatanten Widerspruch zu ihrem Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Leben. Sie werden nur noch palliativ das heißt krankheitsmildernd, aber nicht heilend behandelt. Manche dieser Patienten können oder wollen dem Leidensdruck nicht standhalten. Selbstbestimmtes Sterben ist für sie deshalb eine Alternative zu Siechtum, Schmerz und Verfall.

Die behandelnden Ärzte oder Angehörigen stoßen bei diesem Schritt unweigerlich an Grenzen. Die dezidierte aus gesellschaftlichen und standesethischen Gründen notwendige Ablehnung der aktiven Sterbehilfe lässt offen, in welcher Weise der Arzt den Bedürfnissen der sterbend Kranken gerecht werden kann, wenn es ihm eben doch nicht möglich ist, Schmerzen und Symptome zu lindern. Unter diesem Aspekt wird die Frage der terminalen Sedierung ebenso kontrovers diskutiert wie die Frage nach der Integrität ärztlichen Handelns bei der Beihilfe zum Suizid

Auf dem hochkarätig besetzten Kongress sind Vertreter der sehr verschiedenen Positionen des ethischen Konflikts um die aktive Sterbehilfe todkranker Menschen anwesend. Zum einen referiert Ludwig A. Minelli, Gründer und Generalsekretär der Schweizer Organisation "DIGNITAS Menschenwürde leben Menschenwürdig sterben. Auf der anderen Seite kommt Prof. Josef Römelt zu Wort. Der Theologe ist Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Mit dem Psychiater und Psychotherapeuten Prof. Werner Felber er ist Mitveranstalter des Kongresses nimmt auch ein ausgewiesener Suizid-Experte an dem Kongress teil

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