Inhalte

Welche PV ist die passende? Verbraucherschützer warnen vor Pauschal-Vordrucken

10. November 2008

München/Berlin (dpa) Die Gültigkeit von Patientenverfügungen soll bis Ende des Jahres gesetzlich geregelt werden die Vorstellungen der Bundestagsparteien sind jedoch weiterhin unterschiedlich. Wie das Magazin FOCUS schreibt, will der SPD- Rechtspolitiker Joachim Stünker Anfang nächster Woche einen Gesetzentwurf vorlegen, der bereits mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) abgestimmt sei. Die Unions-Fraktion plant einen Gegenentwurf für den Bundestag.

Sie sehen unter dem folgenden Link und in letzter Zeit in vielen Medien wie ZDF heute, ARD-Tagesthemen, Focus, ntv, Welt am Sonntag, zahlreiche Tageszeitungen usw. die Auftragsformulare des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD). Der individuelle Ansatz für eine wirksame Patientenverfügung, vom HVD vor 15 Jahren entwickelt, ist zurzeit in aller Munde. Gegen Spende bietet der Hospizdienst des HVD auf Wunsch mit Beratung zudem ein unterschriftsreifes Dokument nach den Empfehlungen der Broschüre „Patientenverfügung“ des Bundesjustizministeriums an: Welche Patientenverfügung ist für mich die passende? Dieser Empfehlung ist vorige Woche auch die Berliner Ärztekammer gefolgt. Sie, die Ärztekammer Sachsen und andere haben überraschenderweise ihre eigenen Mustervordrucke zurückgezogen. Denn diese vermögen nicht, wie von allen Experten gefordert, über medizinische Behandlungsalternativen im Entscheidungskonflikten zu informieren.

Zu: Verbraucherschützer warnen vor einfachen, pauschalen Mustervordrucken auch Notare sind medizinische Laien: Warnung vor Mustervordrucken

Aktuelles Interview mit Bundesministerin Zypries vom 17.04. hier: Zypries-Interview

print