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Befragung zur Sterbehilfe Juli 2008

15. April 2014

„Zwei Drittel der Menschen würden Sterbehilfe in Anspruch nehmen Die Inanspruchnahme von Sterbehilfe würden fast zwei Drittel der insgesamt 1.000 befragten NRW-Bürger für sich selbst in Erwägung ziehen. Lediglich 10 % sprechen sich dagegen aus und mehr als ein Viertel macht hierzu lieber keine Angabe.

Knapp zwei Drittel der Menschen finden das Thema Sterbehilfe „viel zu kompliziert und heikel, um da mit einfachen Antworten zu reagieren“. Man ist sich also der damit verbundenen Schwierigkeiten und der Komplexität bewusst und bleibt vorsichtig.

Dass „man Menschen ernst nehmen sollte, die den Wunsch haben zu sterben“, bejahen annähernd alle Befragten (91 %). Demnach sollte in Hinblick auf die Inanspruchnahme von Sterbehilfe jeder Mensch das Recht auf Selbstbestimmung haben. Auch wenn es um die Situation der eigenen Person geht, sind sich die 1.000 befragten Menschen zwischen 18 und 70 Jahren grundsätzlich einig. Denn „bevor sie bewusstlos dahin vegetieren“, wären 77 % der Befragten „dankbar, wenn jemand ihr Leben beendet“. Hier zeigen sich die Personen ab 50 Jahren mit einem Anteil von mind. 82 % deutlich dankbarer, als die unter 30-jährigen (72 %). Jedem Menschen „das Recht auf Selbstmord“ zuzugestehen, teilt die Geister dahingegen schon deutlicher. Hier stimmen nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer zu. Jeweils ungefähr ein Viertel äußert sich nicht zu dieser Aussage bzw. lehnt sie ab.

Auch die Bereitschaft der Bürger, für andere aktiv zu werden, ist relativ hoch. So würden mehr als die Hälfte den Kontakt zu einem Sterbehelfer herstellen und 36 % würden sogar die Medikamente besorgen. Die Bitte des Kranken abzulehnen, kommt für nur 11 % der Teilnehmer in Frage.

(Es wurden Anfang Juli 2008 1.007 repräsentativ ausgewählte Menschen aus NRW zwischen 14 und 70 Jahren befragt.) Quelle: INNOFACT AG Research & Consulting Aus: www.zvk.org vom 14.07.2008

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