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Dt, Ethikrat: Suizidhilfe soll erlaubt bleiben – kein Handlungsbedarf im Strafrecht

14. Dezember 2014

Der Deutsche Ethikrat will nach den Worten seiner Vorsitzenden Christiane Woopen keine neuen strafrechtlichen Regeln für den Suizid. „Insgesamt halten wir den Freiheitsgrundsatz, der in Deutschland mit Blick auf den Suizid gilt, für eine sehr gute Lösung: Weil der Suizid nicht strafbar ist, ist auch die Beihilfe zu einem – frei verantworteten – Suizid nicht strafbar“, sagte Woopen dem Köllner Stadtanzeiger.

Im Parlament fordern mehrere Gruppen fraktionsübergreifend ein Verbot von Organisationen, die Hilfe bei der Selbsttötung anbieten.  Außerdem gibt es den Vorschlag, Ärzten den assistierten Suizid zu erlauben, was derzeit im Standesrecht der Mediziner nicht vorgesehen ist.

Wir sehen keine gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, die dringend einer strafrechtlichen Regulierung durch den Gesetzgeber bedürften“, betonte Woopen. Organisierte Suizidhilfe bringe zwar unnötige Gefahren mit sich. Der Staat müsse „nicht sein schärfstes Schwert, das Strafrecht, schwingen“, um Missbrauch vorzubeugen. Alternativen müssten im Detail noch geprüft werden.  „Aber in der existenziellen Ausnahmesituation, in der ein kranker Mensch seinem Leben ein Ende setzen möchte, sollte ein Arzt ihm helfend zur Seite stehen können – nicht im Rahmen einer gesetzlichen Norm, sondern der Gewissensentscheidung“, sagte Woopen. Sie appellierte an die Bundesärztekammer, diese beim assistierten Suizid künftig zu akzeptieren. Quelle und mehr:

http://www.ksta.de/politik/einschaetzung-des-ethikrats-suizid-hilfe-soll-straffrei-bleiben,15187246,29183848.html

 

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