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Durstgefühl

5. November 2007

Dieses ist bei Schwerkranken zwar länger als das Hungergefühl vorhanden, jedoch v. a. verursacht
durch Mundtrockenheit. Zur Linderung ist deshalb im Sterben neben dem Anfeuchten der Atemluft eine fachgerechte Mundpflege sehr wichtig (z. B. Gabe von Eistückchen). Hingegen ist die Zufuhr zu großer Flüssigkeitsmengen bei Sterbenden schädlich, weil sie zu Wasseransammlungen und quälenden  Folgebeschwerden wie Atemnot u. a. führt. Wenn überhaupt (statt Anreichen von Flüssigkeit zum natürlichen Trinken) palliativmedizinisch noch eine künstliche Flüssigkeitszufuhr angezeigt ist, dann in eingeschränktem Maße. Allerdings sind die subjektiven Auswirkungen der Wasserabnahme im Körper (Dehydratation) abzuklären.

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