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Luxemburgs Großherzog: Keine Unterschrift unter Sterbehilfe-Gesetz / institutionelle Krise

2. Dezember 2008

Luxemburg ist das dritte europäische Land, in welchem die Legalisierung der sogenannten aktiven Sterbehilfe durch Ärzte und gleichzeitig die Palliativversorgung parlamentarisch beschlossen wurde. Genau dies erscheint als vorbildlich im humanen wie christlichen Sinn und wird von einer breiten Mehrheit in Deutschland einhellig begrüßt: Dass Hilfe im, beim und zum Sterben nicht länger gegeneinander ausgespielt werden soll.

Nun der Eklat: Luxemburgs Großherzog Henri von Luxemburg will – aus "Gewissensgründen" – seine Unterschrift verweigern. Das Gesetz, über welches vor Weihnachten im Parlament in zweiter Lesung abgestimmt werden soll, kann ohne seine Unterschrift im Großherzogtum jedoch nicht in Kraft treten. Es droht eine darüber eine Verfassungskrise. Andere meinen, der Großherzog sei einseitig von katholischer Seite falsch beraten worden und das letzte Wort vielleicht noch nicht gesprochen.

 

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