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Protest auf Ärztetag für “Gewissensfreiheit bei der Freitodhilfe”

29. Mai 2014

DGHS fordert auf Deutschem Ärztetag "Gewissenfreiheit bei der Freitodhilfe"

Am Dienstagvormittag, 27. Mai 2014, wurde der jährlich stattfindende Deutsche Ärztetag in Düsseldorf eröffnet. Auch das von Bundesärztekammerpräsident Frank U. Montgommery geforderte Verbot ärztlich assisterten Suizids wurde  dort thematisiert. Für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) Anlass genug, aus einer (offiziell angemeldete) Kundgebung vor Ort zu sein und bei den anwesenden Ärztefunktionären und Delegierten für Gewissensfreiheit bei der Freitodbegleitung zu werben. Die Bundesärztekammer hatte im Jahr 2011 in ihrer Musterberufsordnung den Landesärztekammern empfohlen, dass Ärzte nicht bei der Selbsttötung helfen dürfen. Manche haben dies umgesetzt, andere wählten moderatere Vorgaben, nach denen Ärzte keine Sanktionen befürchten müssen. Bundesgesundheitsminister Gröhe plant – ausdrücklich unterstützt von Momtgommery – ein strafrechtliches Verbot der organisierten Sterbehilfe, über das der Bundestag im Jahr 2015 beschließen will.

DGHS-Präsidiumsmitglied Rudi Krebsbach leitete die Protestkundgebung, unterstützt u.a. von dem Arzt und Sterbehelfer Christian Arnold.

Die DGHS hatte im März gemeinsam mit anderen Organisationen „Zehn Leitsätze gegen ein strafgesetzliches Verbot der Beihilfe zum Suizid“ vorgelegt. 

 

 

 

 

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