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Appell “Sagen Sie viermal NEIN” könnte als Strategie aufgehen

30. Oktober 2015

Der Appell an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, am 6.11. alle vorliegenden Gesetzentwürfe zu einer neuen Suizidhilferegelung abzulehnen, scheint Wirkung zu entfalten.

Er wurde vom Humanistischen Verband Deutschlands Mitglied im Bündnis Selbstbestimmung bis zum Lebensende formuliert und ins Internet gestellt. Es haben sich in wenigen Tagen schon ca. 1000 Unterstützer gefunden, die mit einem Eintrag diesen Appell an alle Bundestagsabgeordneten geschickt haben:

http://www.mein-ende-gehoert-mir.de/appell2015

Im Sinne der Leitsätze des Bündnisses wird dazu aufgerufen, unsere seit ca. 140 Jahren bestehende Rechtslage (Hilfe bei einem freiverantwortlichen Suizid ist in Deutschland straffrei) beizubehalten. Die Strategie könnte tatsächlich aufgehen: Liberale Vertreter/innen aller Parteien haben sich jetzt zusammen getan, um wenige Tage vor der Abstimmung den drohenden Gesetzentwurf zur Kriminalisierung der Suizidhilfe doch noch zu stoppen ganz im Sinne des Appells und durchaus mit Erfolgsaussicht:

>> Am Dienstag wollen die Gruppe um die Abgeordneten Renate Künast (Grüne) und Petra Sitte (Linke) sowie die Gruppe um Peter Hintze (CDU) und Carola Reimann (SPD) in einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen dafür werben, im Zweifel alle Gesetzentwürfe im Bundestag durchfallen zu lassen. Der Status quo ist am Ende besser als eine Kriminalisierung auch von Ärzten, sagte Reimann der FR. <<

 Quellen: http://www.berliner-zeitung.de/politik/gegen-strafverschaerfung-liberale-sterbehilfe-befuerworter-tun-sich-zusammen,10808018,32288878.html#plx884750067

 http://www.fr-online.de/politik/gesetzentwuerfe-bewegung-im-streit-um-sterbehilfe,1472596,32288190.html

 

Fernsehtipp: Am selben Abend  (3. 11.) um 20.15 Uhr ist ein Beitrag mit dem Medizinrechtler Wolfgang Putz auf ard-alpha zu sehen.

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