Patientenverfügung

Schriftliche Willenserklärung eines Volljährigen – Voraussetzung: Einwilligungsfähigkeit – über die gewünschte Anwendung, zeitliche Begrenzung oder Ablehnung medizinischer Maßnahmen. Sie gilt vorsorglich für den Fall späterer Einwilligungsunfähigkeit, d. h. wenn Art, Bedeutung, Tragweite und auch die Risiken der Maßnahmen nicht mehr erfasst werden können. Die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen ist seit 2009 gesetzlich im § 1901 a Absatz 1 BGB geregelt und setzt voraus, dass […]

Prognose

Ärztliche Einschätzung des (wahrscheinlichen!) Krankheitsverlaufs. Die Aussicht auf Besserung (oder gar auf Heilung) kann gut sein (bei ca. 50%iger Wahrscheinlichkeit), realisitsich sein oder (selbst die Aussicht auf Stabilisierung) nur noch gering sein. Zu berücksichtigen sind dabei die (ggf. vorher geäußerten) Einstellungen und Abwägungen des Betroffenen bezügich Hoffnung, Belastung, Lebensqualität, bleibenden Schädigungen. ,

Patientenvertreter

Sowohl Gesundheitsbevollmächtigter als auch gerichtlich bestellter Betreuer. Auch Ehegatten oder Kinder sind im Betreuungsfall keinesfalls automatisch gesetzlicher Patientenvertreter.

Palliativmedizin

Kommt ambulante (am Lebensende) in Frage oder stationär (Palliativstation im Krankenhaus – dort nur vorübergehnd mit Entlassung nach durchschnittlich 10 Tagen). Ganzheitlich-interdisziplinäres medizinisches Behandlungskonzept. Alle angezeigten Maßnahmen zur Linderung von psychischen und körperlichen Symptomen, Schmezren und Beschwerden bei unheilbar Kranken (v.a. Krebspatienten). Palliative Medizin zielt auf Stabilisierung und Lebensqualität bis zum Schluss, und wirkt dadurch […]