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Unterernährung, Druckgeschwüre Tod in Pflegeheimen

16. Juli 2009

Quelle: katholisches.info vom 09.07.2009

(Berlin/ Hamburg) „Was mit pflegebedürftigen, alten Menschen in Deutschland geschieht, ist tausendfache Körperverletzung. Und das täglich", sagt der Geschäftsführende Vorstand der Patienten­schutz­organisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, zu der gestern von der Rechtsmedizin am Universitäts­klinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) vorgestellten Studie. Die Forscher hatten 8.500 tote Senioren untersucht und alarmierende Beweise für Pflegemängel wie schwere Druck­geschwüre, desolate Gebisse und Unterernährung festgestellt. „Erschreckend an dieser Studie ist vor allem, daß die Ergebnisse nicht neu sind", kommentiert Brysch. „Die Katastrophe in der Pflege ist bekannt. Was folgt, wenn wieder einmal ein Pflegeskandal an die Oberfläche kommt, ist immer das Gleiche: Zunächst gibt es einen kollektiven Aufschrei des Entsetzens, und dann gehen alle wieder zur Tagesordnung über."

Jetzt müssten endlich Lehren gezogen werden, fordert Brysch. „Falsch­parken wird in Deutschland konsequenter bestraft als Körper­verletzung gegenüber pflegebedürftigen Menschen. Es gibt keinen Ermittlungsdruck. Damit sich das ändert, müssen Schwerpunkt­staats­anwalt­schaften eingerichtet werden. Zuständig hierfür sind die Bundes­länder. Die Justiz­minister müssen ihre General­staats­anwalt­schaften dazu anweisen. Nur wenn kompromißlos gegen die andauernde Körper­verletzung an alten Menschen vorgegangen wird, kann sich die momentane Situation ändern."


Das neue Patientenverfügungs-Gesetz finden Sie hier.
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