Info-Datenbank

Bei Patientenverfügungen (PV) zu beachten

Allgemeine Hinweise V. a. bei einer bereits diagnostizierten schweren Erkrankung sollte das zusätzliche Gespräch mit dem behandelnden Arzt / der behandelnden Ärztin gesucht werden. Beratung ist ein Recht, aber laut 2009 verabschiedetem Patientenverfügung-Gesetz keine Pflicht bzw. keine Wirksamkeitsvoraussetzung für die Verbindlichkeit einer Patientenverfügung. Empfohlen wird die Bezeugung einer Patientenverfügungen durch Arzt / Ärztin oder sonstige […]

Vernetzung im HVD Berlin-Brandenburg KdöR

Wir haben tagtäglich mit Fragen der Versorgung und schwierigen Behandlungsentscheidungen zu tun und sind eng vernetzt mit vielen anderen Diensten. Deshalb wissen wir sehr gut, wo die Probleme in der Praxis liegen. Würde die Autonomie des Einzelnen verabsolutiert und von Sozial- und Sinnbeziehungen abgekoppelt, ergäbe sich ein reduziertes Menschenbild. In der modernen Gesellschaft drohen „existentielle“ […]

Vorteil knapper Anweisungen v.a. im Rettungsdienst- Der Notfallpass

Patientenwille im Rettungsdienst Einwände gegen eine vorsorgliche Willenserklärung (Patientenverfügung) wiegen gerade im Rettungsdienst, wo Hinweise z. B. auf ein Reanimationsverbot am dringendsten gebraucht würden, besonders schwer: Patientenverfügungen sind immer noch nicht so stark verbreitet, “und wenn doch vorhanden, sind sie häufig nicht verfügbar, wenn doch verfügbar, sind sie meist bezogen auf die gegebene Behandlungssituation nicht […]

Hilfreiche Beiträge und ausgewählte Adressen

Adressen zu Sterbebegleitung / Hospizhilfe  und mehr Eine Adressensuchfunktion zu Hospiz- und Palliativangeboten (nach PLZ): www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de Auf der Seite der Theodor-Springmann-Stiftung finden Sie Hilfe zu Patientenschutz und -beratung, Selbsthilfe, Alter, Trauer und einschlägige Beratungsangebote von Einrichtungen und Organisationen Die Deutsche Hospizstiftung (Heute: Stiftung Patientenschutz) unterhält bei Konflikten eine Schiedsstelle zu Patientenverfügungen Artikel dazu hier. Hinter […]

Humanes Sterben

Selbstbestimmung bis zum Lebensende ist ein vom Grundgesetz geschütztes Recht Über zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich bei schwerster Erkrankung die Möglichkeit, auch mit ärztlicher Hilfe ihr Leiden abkürzen zu können. Tatsächlich fand sich früher schon kaum ein Mediziner, der darüber überhaupt nur zu sprechen bereit ist. Diese für viele Menschen problematische Situation ist durch […]

Straf- und zivilrechtliche Aspekte – Verbindlichkeit einer hinreichend konkreten PV

Bundesgerichthof-Beschluss vom 6. Juli 2016 im Original Der am 8. August veröffentlichte Beschluss besagt, dass eine Patientenverfügung nicht umgesetzt werden muss, wenn es an hinreichender Konkretheit ihrer Bestimmungen fehlt. Nur “lebensverlängernde Maßnahmen” abzulehnen, reicht demnach nicht aus. Bundesgerichthof-Beschluss von 2014 Für den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen bei schwerkranken Patienten kann deren mutmaßlicher Sterbewunsch ausreichen. Der Bundesgerichtshof […]

Vorhandene Patientenverfügung Qualitäts-Check Hilfe im “Vorsorge-Dschungel”

Oft schon wurde der Wunsch an uns herangetragen, eine bestehende Patientenverfügung zu überprüfen. Das hat sich jetzt extrem ausgeweitet durch den im August veröffentlichten Bundesgerichtshofbeschluss. Ein solcher Streitfall wie der hier zugrundeliegende ist allerdings extrem selten dabei aber sehr drastisch und beunruhigend: Eine 75-Jährige, die vorher glaubte, bei der Vorsorge alles richtig und sorgfältig geregelt […]

Von Ärzten zu beachten zum Umgang mit PV

1. Widerruf Eine Patientenverfügung muss schriftlich (nicht: handschriftlich!) mit Datum und Unterschriff abgefasst sein. Sie kann auch mündlich (oder durch nicht verbale Zeichen) widerrufen werden, solange die Einsichts- oder Äußerungsfähigkeit in der akuten Situation dazu besteht (wer heute "A" gesagt hat, muss also nicht später auch "B" sagen). 2. Aktualität Die Patientenverfügung muss gewährleisten, dass sie […]

Uns unterstützende Experten

Wir werden unsererseits bei schwierigen medizinischen, betreuungsrechtlichen und sonstigen juristischen Fragen durch Experten unterstützt. Danken möchten wir jenen, die uns auf ehrenamtlicher Basis! in letzter Zeit zur Seite gestanden haben: Dr. Michael de Ridder, leitender Oberarzt Rettungsstelle Krankenhaus am Urban / Vivantes-Klinikum Berlin. Er kritisiert massiv Pflegemissstände und sagt öffentlich im Fernsehen: Ich halte es […]

Erste Lesung zum PV-Gesetz für 19.06.2008 vorgesehen / Kritik der Kirchen

Laut Mitteilung des Bundestagsabgeordneten Michael Kauch (FDP) ist es maßgeblich seiner Partei zu verdanken: Zu einer "öffentlichkeitswirksamen Zeit" noch vor der Sommerpause ist eine erste Lesung im Bundestag des im März eingebrachten Gesetzentwurfs zur Patientenverfügung vorgesehen. Als Termin ist der 19. Juni 2008 genannt. Dies geht aus einem gemeinsamen Schreiben der "Einbriger" des Gesetzentwurf, den […]

PV-Gesetzentwurf: Beide Kirchen dagegen Humanistischer Verband dafür

Vertreter beider Kirchen haben sich heute gegen den vorliegenden Gesetzentwurf (von Stünker u. a.) zur Patientenverfügung ausgesprochen. Hingegen spricht sich der Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, Dr. Horst Groschopp, für eine zügige Verabschiedung aus. Er erklärt ebenfalls heute in Berlin: Wir begrüßen sowohl den Gesetzentwurf als auch die endlich beginnende Beratung im Parlament. Die Gegner des […]

Niederländische WOZZ Stiftung veröffentlicht ihren Ratgeber auf Deutsch

In Spiegel online/Panorama von heute veröffentlicht Peter Wensierski folgende Meldung: Niederländer veröffentlichen Sterbehilfe-Ratgeber auf Deutsch Die Politik debattiert noch über Sterbehilfe  da erscheint in Deutschland der erste wissenschaftliche Ratgeber zur Selbsttötung. Die Autoren haben sich schon vorher auf Kritik aus Parteien, Verbänden und Kirchen eingestellt. Berlin  Pünktlich zur Debatte über die Strafbarkeit gewerblicher Sterbehilfe könnte […]

Mitglied des Kuratoriums: Dr. Michael de Ridder

Mit großem Einsatz leitet Michael de Ridder die Rettungsstelle des Berliner Urban-Krankenhauses. Seinen Arbeitsplatz hat er einmal als Gully von Kreuzberg bezeichnet. Einfach hereinplatzen kann man in das Büro von Michael de Ridder nicht. An der Tür ist keine Klinke, sondern ein metallener Knauf angebracht. Wer hinein will, muss klopfen. Nicht ohne Grund: De Ridders […]

Sterbehilfe

Maßnahmen zur Erleichterung des Sterbens todkranker Menschen. Alle Hilfen, die Schmerzen und Qualen lindern und ein Unterlassen von unzumutbarerLeidverlängerung bedeuten, sind ethisch und ärztlich geboten, wenn der Patient sich bereits unabwendbar im Sterbeprozess befindet. Unterlassung von Therapie wird oft als »passive« Sterbehilfe bezeichnet, obwohl damit auch ein (aktiver und zum Tode führender) Abbruch von Maßnahmen […]

Unterbringung

Ein besonderer Bereich im Sinne des Betreuungsgesetzes (siehe: Betreuungsfall). Dazu gehört die Unterbringung von psychiatrischen Patienten, die sich selbst gefährden, in geschlossenen Abteilungen einer Einrichtung; darüber hinaus freiheitsentziehende Maßnahmen aller Art (auch das Anbringen von Bauchgurten und Bettgittern bei Sturzgefahr). Dieser Aufgabenbereich muss gemäß § 1906 BGB in einer Gesundheitsvollmacht gesondert erwähnt werden. Sonst würde […]

Sektion

Untersuchung der Leiche zur Klärung der Todesursache zur Vervollkommnung wissenschaftlich-medizinischer Erkenntnisse (freiwillig im Unterschied zur Leichenschau, die zur juristischen Klärung angeordnet wird).

Patientenvertreter

Sowohl Gesundheitsbevollmächtigter als auch gerichtlich bestellter Betreuer. Auch Ehegatten oder Kinder sind im Betreuungsfall keinesfalls automatisch gesetzlicher Patientenvertreter.

Palliativmedizin

Kommt ambulante (am Lebensende) in Frage oder stationär (Palliativstation im Krankenhaus – dort nur vorübergehnd mit Entlassung nach durchschnittlich 10 Tagen). Ganzheitlich-interdisziplinäres medizinisches Behandlungskonzept. Alle angezeigten Maßnahmen zur Linderung von psychischen und körperlichen Symptomen, Schmezren und Beschwerden bei unheilbar Kranken (v.a. Krebspatienten). Palliative Medizin zielt auf Stabilisierung und Lebensqualität bis zum Schluss, und wirkt dadurch […]

Organspende

Erlaubnis zur Entnahme nach eigenem Hirntod zur Verpflanzung eines noch intakten Organs in den Körper eines Anderen (des sogenannten Organempfängers). Dies ist nur auf der Intensivstation unter organerhaltenden Maßnahmen möglich, nachdem vorher für die Lebensrettung des Spenders – vergeblich – alles getan wurde. Organspende-Bereitschaft und Patientenverfügung sollten aufeinander abgestimmt sein.

Notfall, medizinischer

Wenn – krankheits- oder unfallbedingt – eine akut lebensbedrohliche Störung der Vitalfunktionen (Atmung, Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel) vorliegt. Z. B. bei Herz­versagen, Schock, Schädel-Hirn-Trauma (Gehirnschädi­gung), Vergiftung mit Multiorganversagen (Sepsis), Stoffwechselentglei­sung. Siehe auch: Wiederbelebung.

Narkotika

Betäubende Medikamente, die geeignet sind, eine Narkose herbeizuführen (=umfassende aber rückführbare Lähmung des Zentralnervensystems mit weitest­gehender Ausschaltung von Bewusstsein, Schmerzempfinden und Reflexen, jedoch bei erhaltener Funk­tionsfähigkeit lebenswichtiger Zentren). Narkotika sind von Schlaf­mitteln und Sedativa (=dämpfende Beruhigungsmittel) nicht scharf abzugrenzen.

Koma

Zustand tiefster, durch äußere Reize nicht zu unterbrechende Bewusstlosigkeit mit sehr verschiedenen Ursachen (wie Stoffwechselentgleisung bei Diabetes, schwere Nieren- und Lebererkrankung, hirnorganische Verletzung und Blutung). Patienten sind bettlägerig, müssen immer künstlich ernährt und meist auch künstlich beatmet werden (Intensivmedizin). Lebensgefahr und Prognose, wieder zu erwachen oder gar zu genesen, sind beim Koma sehr differenziert zu […]

Intensivmedizin

Apparative und fachpersonelle Voraussetzungen zur Überwachung und (maximaler) Therapie im akuten Notfall, bei und nach Operationen, auch bei chronischer Abhängigkeit von maschineller Lebensverlängerung (z. B. von künstlicher Beatmung).

Hungergefühl

Das Stillen von Hunger- und Durstgefühl gehört zu den Basismaß­nah­men jeder lindernden Therapie. Viele Schwerkranke dies gilt ausnahmslos im Sterbe­prozess, mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Wachkoma haben allerdings kein Hungergefühl mehr. Künstliche Ernährung kann dann nicht mehr als lindernde Maß­nahme betrachtet werden.

Hinterlegung

Verwahrung von Urkunden und Dokumenten. Bei Patientenverfügungen, die von Zeit zu Zeit zu aktualisieren oder zu verändern sind, ist darauf zu achten, dass eine Hinterlegungsstelle hierfür Serviceleistungen anbietet. Bei der Bundesnotarkammer erfolgt nur eine elektronische Registrierung mit Kontaktdaten zur Patientenverfügung.

Gehirnschädigung / -verletzung

I. d. R. plötzlich erworbene Unfähigkeit zu bewusstem Denken, zum Gewinnen von Einsichten, ggf. auch zu gezielten Bewegungen. Als Schädel-Hirn-Trauma bezeichnet werden Kopfverletzungen mit direkter Gehirnbeteiligung. Dies kann von leichter Gehirnerschütterung über vorübergehende Bewustlosigkeit bis hin zu schwersten gesitig-körperlichen Dauerschädigungen reichen. Auch ein indirekt ausgelöster Sauerstoffmangel im Gehirn (z. B. bei Herzinfarkt oder Verschluss der […]

Ernährung, künstliche

Erfolgt in der Notfallmedizin meist mittels Infusion (Nährlösung in die Vene), mittels Mund- oder Nasensonde (weicher Gummischlauch) in den Magen oder heute sonst meist durch eine sogenannte PEG-Magensonde (dünner Schlauch durch die Bauchdecke direkt in den Magen). Die PEG-Sonde (Perkutane endoskopische Gastrostomie) einen operativen Eingriff voraussetzt und keine Notfallmaßnahme ist, darf und wird sie von […]

Durstgefühl

Dieses ist bei Schwerkranken zwar länger als das Hungergefühl vorhanden, jedoch v. a. verursacht durch Mundtrockenheit. Zur Linderung ist deshalb im Sterben neben dem Anfeuchten der Atemluft eine fachgerechte Mundpflege sehr wichtig (z. B. Gabe von Eistückchen). Hingegen ist die Zufuhr zu großer Flüssigkeitsmengen bei Sterbenden schädlich, weil sie zu Wasseransammlungen und quälenden  Folgebeschwerden wie Atemnot u. a. […]

Dialyse

Medizinisch-apparative Blutwäsche bei akutem oder chronischem Nieren­versagen, zur Verhinderung einer Harnvergiftung.

Demenz

Fortschreitender Verlust an Gedächtnisleistungen, kognitiven, sozialen (und ggf. auch motorischen) Funktionen inkl. Sprachvermögen. Geht nach mehrjährigem Verlauf meist in völlige Pflegebedürftigkeit über. Die mit über 70 % häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung. Daneben kommen auch Gefäßsklerosen (Arterienverkalkung) und andere Gehirnschädigungen in Frage.

Atemnot, quälende

Schwere Atemstörung; teils mit Erstickungsangst verbundene, subjektiv sehr belastende Empfindung, vermehrt Atemtätigkeit leisten zu müssen. Oft ist nicht Sauerstoffmangel die Ursache, sondern der zentral gesteuerte Atemantrieb wird durch vermehrtes CO2 im arteriellen Blut verstärkt. Zur Dämpfung steht als medikamentöse Therapie schnell wirkendes Morphin an vorderster Stelle: Die Empfindung, Atem holen zu müssen, wird dadruch nicht […]

Sepsis

Auch Blutvergiftung genannt. Allgemeininfektion über die Blutbahn durch einen zunächst örtlich begrenzten Krankheitsherd (Auslöser: Keime aller Art, Bakterien, Pilze, Viren). V. a. bei geschwächten Patienten können dann Giftstoffe in kurzer Zeit den ganzen Körper überschwemmen und zu “Multiorganversagen” führen. Die Lebensbedrohung wird meist unterschätzt, dabei handelt es sich bei Sepsis um die dritthäufigste Todesursache. Die Anfangssymptome […]

Amputation

Kunstgerechtes “Abtrennen” eines Körperteils an der durch die Erkrankung (z. B. Sepsis) bestimmten Stelle. Oft sind bei Altersdiabetes (“Zucker”) Wundinfektionen oder Durchblutungsstörungen Anlass für eine Fuß- oder auch Beinamputation.

Morphin

Gewonnen aus Opium, Oberbegriff auch Opioide. Indikation für den medizinischen Einsatz sind stärkste Schmerzen, die durch weniger wirksame Schmerzmittel nicht mehr gelindert werden können. Beispiel hierfür sind Tumorschmerzen bei Krebserkrankungen. Auch bei akuten Schmerzen durch Unfälle oder Herzinfarkt sowie qualvoll empfundenen Erstickungssymptomen sind Morphin und verwandte Substanzen Mittel der Wahl. Weniger wirksam ist Morphin bei […]

Beatmung, maschinelle bzw. künstliche

Ersatz oder Unterstützung der Atemtätigkeit, vorübergehend oder dauerhaft (auch im Koma) durch ein Beatmungsgerät, d.h. maschinell, mit unterschiedlichen Techniken und Vorgaben (Luftvolumen oder Druck betreffend). Erfolgt invasiv mittels Beatmungsschlauch (Tubus). Dieser wird gelegt über ein Tracheostoma (Öffnung nach Luftrährenschnitt, Folge: Unfähigkeit zm Sprechen, welches aber mit Kanüle erlernt werden kann) oder über den Mund (Folge: […]

Betreuungsfall

Wenn jemand seine Angelegenheiten (ganz oder teilweise) nicht mehr selbst regeln kann. Ein sogenannter Betreuer wird dann für bestimmte Aufgabenbereiche gerichtlich eingesetzt. Um dies zu vermeiden, kann eine (Vorsorge-)Vollmacht Voraussetzung: Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers für eine Vertrauensperson ausgestellt werden. Diese kann verschiedene Angelegenheiten (z. B. gesundheitliche oder finanzielle) abdecken.

Alzheimer Erkrankung

Fortschreitender Gehirngewebeschwund, Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, Form der Demenz, die zu Gedächtnisstörung, Orientierungs- und Ratlosigkeit führt, später zu Affektstörungen, Inkontinenz (=unwillkürlicher Abgang von Stuhl und Harn), Nicht-Mehr-Erkennen von Angehörigen, Persönlichkeitszerfall. Im »Endstadium« ist auch eine natürliche Nahrungsaufnahme i. d. R. nicht mehr möglich.

Qualität von Beratung und bestehender Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung mag von einem Notar, oft im Rahmen einer General- oder Vorsorgevollmacht, „formal-juristisch”  korrekt abgefasst sein. Ein Arzt mag kompetent über Krankheitsverläufe informieren und auch das voll Vertrauen seines Patienten genießen. Doch hat dieser dann am Ende auch eine Patientenverfügung, die optimal die Chancen nutzt oder zumindest den Ansprüchen genügt, die das seit 1. […]

Rechtliche Betreuung / Betreuungsgesetz / Formular Betreuungsverfügung

Die rechtliche Betreuung, wenn jemand seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, ist heute keine Entmündigung mehr. Trotzdem handelt es sich immer auch um einen Eingriff in die Rechte des Betroffenen. Eine Betreuungsverfügung ist (nur dann!) sinnvoll, wenn es keine Person des Vertrauens gibt, der Sie eine (Vorsorge-)Vollmacht erteilen wollen bzw. können. oder wenn es zweckmäßig […]

Für den Betreuungsfall : Zwei einander ergänzende Vorsorgevollmachten

Wer soll für mich Regel­­ungen treffen und notwendige Unterschriften leisten, wenn ich etwa vorübergehend nicht geschäftsfähig oder dauerhaft nicht mehr einsichtsfähig wäre? Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, muss und wird das Amtsgericht für eine hilflos gewordene Person einen Betreuer bzw. eine Betreuerin einsetzen (früher: Vormund oder auch Gebrechlich­keits­pfleger genannt). Dafür wird zwar in der Regel ein […]

Von der Pionierleistung bis heute

Der Humanistische Verband hat vor knapp zwei Jahrzehnten das Fragebogenmodell zu einer individuell abgefassten Patientenverfügung entwickelt. Dies geschah im Rahmen seiner hospizlichen Sterbebegleitungs-Praxis. Die wenigen, die sich damals überhaupt mit dem vorsorglichen Patientenwillen befaßten, boten pauschale – damals noch sogenannte – Patiententestamente an. Die Situation Ende der 1980er Jahre die Bundesärztekammer wehrte sich noch gegen […]

Aufgaben im Bereich Patientenverfügung

  Wir erfüllen konkrete Aufgaben auf verschiedenen Ebenen:   auf einer persönlichen Ebene, indem wir Menschen vorsorglich beraten, ihre Interessen bei Einwilligungsunfähigkeit wahrnehmen und auch ihre Angehörigen in Krisensituationen unterstützen auf einer strukturellen Ebene, indem wir behandelnden Ärzte, Pflege-Mitarbeiterinnen und rechtliche Betreuer einbeziehen Die Bundesbeauftragte des HVD Gita Neumann in Vorbereitung einer Podiumsdiskussion  2010 mit […]

Historie Zentralstelle Patientenverfügung

In Berlin-Mitte, direkt am U-Bahnhof Märkisches Museum, im 4. OG des Max-Taut-Hauses (rollstuhlgerecht bzw. barrierefrei) befindet sich die Zentralstelle Patientenverfügung. Gemeinnütziger Träger ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg KdöR. Es handelt sich um die erste Hinterlegungs- und bundesweit tätige Patientenverfügung-Beratungsstelle in Deutschland, sie wurde 1993 gegründet. Es ist kein Zufall, dass der Humanistische Verband […]

Wissenswertes: Mögliche Probleme – Lösungen – Gesetzliche Regelung – Verbreitung

Viele Menschen treibt die Sorge um, am Lebensende einmal hilflos an "Apparaten angeschlossen" zu sein, ohne Aussicht auf ein für sie noch lebenswertes Weiterleben. Doch mit einem (solchen) einfachen Satz, vielleicht einmal mündlich geäußert, ist es nicht getan.   Definition einer Patientenverfügung (Patientenverfügung)  Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um eine vorsorgliche Willenserklärung für den […]

Hinterlegung und Notfallpass (bei Mitgliedschaft)

Als (Förder-) Mitglied des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR oder Mitglied eines kooperierenden Landesverbandes bieten wir Ihnen eine Hinterlegung an. Dabei können Sie ein Original Ihrer Patientenverfügung zusammen mit einer Gesundheitsvollmacht in der Zentralstelle Patientenverfügung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR hinterlegen. Ihre Originale werden zentral verwahrt und sind jederzeit abrufbar, dies gewährleistet unser Bereitschaftsdienst. Zusätzlich erhalten Sie einen […]